Freitag, 25. November 2022

Wichtelzauber vor dem ersten Advent

Aktuell sieht man sie überall: Wichteltüren. Schon in den letzten Jahren gab es hin und wieder auf instagram und co. die kleinen skandinavischen Weihnachtselfen bzw deren Behausungen zu sehen.

In diesem Jahr habe ich mich recht kurzfristig entschieden, auch eine Wichteltür entstehen zu lassen. Ursprünglich hatte ich mir via Pinterest nur Inspirationen für eine selbstgemachte Krippe holen wollen und stieß dabei auf die Wichtelwelt. Zauberhafte Miniaturen und tolle DIY wanderten auf meine virtuelle Pinnwand und der Gedanke nahm von Pin zu Pin immer mehr Form an. 

Tatsächlich ist es in diesem Jahr so, dass die Mini sich u-n-b-e-d-i-n-g-t einen fertigen Schokoadventskalender wünscht, ...sehr zu meinem Erstaunen, denn seit schon immer befülle ich die Adventskalender selbst. Natürlich werde ich ihr diesen Wunsch erfüllen, denn vegane Alternativen gibt es inzwischen auch zu kaufen, auch nussfrei. Einen Rätseladventskalender für ihre Altersstufe konnte ich sehr günstig im Ausverkauf erwerben, die Große wird damit auch ähnliches bekommen. Sie mag ohnehin gern Rätselspiele.

Um die vorweihnachtliche Magie gerade für die Mini einziehen zu lassen, kam mir die Wichteltür gerade recht. 

Für die Vorbereitung machte ich mir eine Liste, mit den Dingen, die ich für meinen Wichtel umsetzen wollte, um dann einen groben (naja in Wahrheit schon genauen) Zeitplan zu haben. Damit stand für mich fest, dass ich bereits etwas mehr als eine Woche vor dem ersten Advent mit der Geschichte starten würde. Nun benötigte ich entsprechendes Material. Die Tür bestellte ich im Netz, ein paar Kleinigkeiten kaufte ich vor Ort. Bastelmaterial habe ich eigentlich immer da. Ziel ist es, immer für eine Woche alles soweit vorbereitet zu haben.

Am ersten Abend richtete ich die Baustelle ein: mit Masking Tape ein Kreuz an die Wand, die Baustelle am Boden abgeklebt, ein wenig Holz, Steine und Dekosand. Den laublosen Baum habe ich mit einem Marmeladenglasdeckel, ordentlich Heißkleber, Stöckchen, einer kleinen Girlande und Pilzen erstellt. Dazu noch die weihnachtlichen Glitzertannen und etwas ausrangiertes Playmobil und der Spaß konnte beginnen. Zur Erläuterung für die Mini habe ich unser Tomte Tummetott Buch dazu gelegt, denn Wichtel und Co  spielten bisher keine Rolle. Und was soll ich sagen? Die Mini war am Morgen sehr überrascht und glaubt wirklich fest daran, dass hier etwas Magisches passiert. Seit diesem Tag sitzt sie immer wieder andächtig vor der Wichtelwelt und überlegt, was ihr unser Elf sagen möchte und wie er das macht. Ich hätte niemals gedacht, dass sie sich so dafür begeistern würde. 



So machte ich am folgenden Abend weiter. Die gekaufte Tür bekam etwas Folie mit Maskingtape angeklebt und lehnte an der Wand, der Sand wurde auf einen Haufen "gefegt" und die größeren Holzzweige gegen kleine getauscht. Aus Zeitungspapier hatte ich einen Miniaturmalerhut gebastelt. Die Leiter bastelte ich mit viel Heißkleber aus Schaschlikspießen und Eisstäbchen (alles aus meinem Fundus). Der Farbeimer besteht aus einem Deckel eines eingetrockneten Klebestiftes, der ohnehin in den Müll wandern sollte. In den Deckel habe ich etwas Basteldraht als Henkel gebohrt. Für die Malerrolle hatte ich eine Anleitung im Netz gefunden und sie aus einer Büroklammer,  etwas weißen Stoff und Masking Tape nachgebastelt. Die Mini war komplett entzückt.



Am darauffolgenden Abend entfernte ich das Maskingtapekreuz und befestigte die Wichteltür sowie den kleinen Postkasten, der im Set der Tür enthalten war. Die Leiter wurde angelehnt, damit der Wichtel in die Tür kommt und die Baustelle etwas umgeräumt. In den Briefkasten steckte ich den ersten Brief des Wichtels für die Mini. Entwürfe zu Briefen gibt es im Netz zu finden. In unserem ersten Brief stellte sich der Wichtel mit Namen vor und erklärte, dass er gern einziehen möchte. Die Mini schrieb und malte direkt einen Brief als Antwort. Und stellte ihm Kekse bereit.



So toll gestärkt konnte die Wichtelarbeit weitergehen: Aufräumen der Baustelle und fegen. Der Besen lehnte nun an der Tür (war im Türset, aber den kann man sicher schnell selbst basteln). Und der Wichtel hat nun eine Eingangstreppe. Die habe ich einfach aus zwei kleinen Holzlatten mit Heißkleber zusammengeklebt. Auch das ist aus unserem Fundus. Ein weiteres Kreuz wurde an die Wand geklebt..... Das war das größte Rätsel für die Mini. Sollte etwa ein zweiter Wichtel einziehen?


Die Auflösung kam in der darauffolgenden Nacht: Ein Fenster ist entstanden. In Wahrheit ist es ein Bilderrahmen, den ich ursprünglich als Tür vorgesehen hatte. Den Rahmen hatte ich zufällig im Ort entdeckt für kleines Geld. Hinter den Fensterläden befindet sich das Glas, hier habe ich statt eines Bildes schwarzes Tonpapier und Gardinenstoff eingefügt. Die Mini weiß ja, dass man niemals hinter Türen und Fenster eines Wichtels schauen darf, sonst kommt er nicht wieder. Außerdem hatte ich im ausrangierten Playmobil Konvolut eine Straßenlaterne gefunden. Da der Wichtel nun erstmal die Baustelle putzen musste, kamen Putzeimer (im Blumenladen zufällig gefunden und gekauft) , Lappen aus Stoffresten und ein Wischmop dazu. Der Mop besteht aus einem Spieß und mit Heißkleber befestigten Stoffresten.  Außerdem bedankte sich der Wichtel für den Brief und den Keks.


Nun wurde es Zeit, den Wichtel einziehen zu lassen. Dafür habe ich im Netz (hier bei allaroundwichtel *Klick*) Umzugskartons gedruckt und gebastelt. Aus einem Karton ragte ein kleines Fläschchen mit Glitzerpulver. Das hatte ich tatsächlich auch in meinem Bastelschrank. Die Fußmatte und die Lampe aus dem gekauften Türset ergänzten das Bild. Für die Mini stand sofort fest, dass es sich bei dem Fläschchen um Zauberglitzer handeln muss, denn Wichtel können ihrer Meinung nach zaubern. Anders kann es wohl nicht sein.


Mit Spannung wurde der nächste Tag erwartet. Ja, und da war ich in der Tat nicht so gut vorbereitet. Noch am späten Abend bastelte ich daran und hatte es mir leichter vorgestellt. Der Grund für die Verzögerung war, dass ich nur noch bunte Eisstiele für meine Basteleien hatte und in keinem Geschäft vor Ort naturbelassene fand. Das ist oft das Problem bei mir, ich stelle mir vor, wie es aussehen soll und dann muss das auch klappen. Und bunte Möbel kamen da einfach nicht in Frage. Und passende Farbe hatte ich nicht, die fand ich erst an diesem Tag. Ich bastelte eine Wichtelbank aus den Eisstielen, die nun etwas windschief ist. Dafür in elfenbeinweiß lackiert. Der Tisch besteht aus einer Holzscheibe und einem Weinkorken, der auch elfenbeinweiß gestrichen wurde. Mit der Bank bin ich nicht zufrieden, aber hey, die Mini war total entzückt und das ist das Wichtigste. Stiefel und ein Brief vom Elfen, in dem er seinen endgültigen Einzug verkündete machten das Bild perfekt.


In der letzten Nacht wurde es stimmungsvoll. Der Elf hatte einen Türkranz (auch aus dem gekauften Set) und eine Türgirlande angebracht. Wie passend, dass wir am Tag zuvor in unserem Treppenhaus unsere Weihnachtsgirlande dekoriert hatten. Die Wichtelgirlande besteht aus einer künstlichen Buxbaumgirlande auf gewünschte Länge gebracht und einer Minilichterkette. Beides habe ich mit dem "Lehrerkaugummi" wie die Mini es nennt, befestigt. 


Nun gehen wir am Wochenende in den ersten Advent. Wie es mit unserem Wichtel weitergeht, werde ich berichten. Bisher hat unser neuer Mitbewohner noch keine Streiche ausgeheckt, wir werden sehen, ob er sich das überhaupt traut. 



Mittwoch, 23. November 2022

Städtetrip München im Herbst

 In den Herbstferien im letzten Monat waren wir mit den Mädchen für ein paar Tage in München. Ursprünglich hatten wir diese Reise vor Pandemiebeginn gebucht. Da alles storniert werden musste, erhielten wir von der Bahn einen Reisegutschein, der nun bald ausgelaufen wäre. Deswegen wurde es Zeit, den geplanten Kurztrip endlich anzugehen.


Wir reisten ganz enspannt mit der Bahn nach München. Die Bahnfahrt hat toll geklappt, es gab keine Verspätungen oder Schwierigkeiten. In München angekommen, ging es dann mit der U-Bahn weiter zum Hotel. Nach dem Einchecken und Beziehen der Zimmer, machten wir uns zunächst mit den Tarifen der Münchner Verkehrsbetriebe vertraut, um in den nächsten Tagen die passenden Tickets parat zu haben.

Dann konnte unsere erste Minitour losgehen. Der Mister und ich kennen München sehr gut, aber die Mädels nicht. Die Große hatte daher bereits im Vorwege einige Dinge herausgesucht, die sie interessierte. Darunter natürlich der Marienplatz. Das war der erste Anlaufpunkt, der natürlich sehr voll war, weil gerade das Glockenspiel erklang. 


Der Weg führte uns von dort weiter Richtung Sendlinger Tor, ein wenig Schaufensterbummeln. 


Etwas weiter trafen wir uns mit unseren Münchner Freunden zum Essen im Sachs. Gestärkt, aber inzwischen ziemlich müde ging es für uns wieder zurück zum Hotel.


Am nächsten Morgen beim Frühstück schmiedeten wir Pläne für den Tag. Der Startpunkt war wieder das Sendlinger Tor, um von dort weiter zur Asamkirche zu gehen. Die Kirche ist schon sehr beeindruckend, doch für meinen Geschmack auch sehr überladen. Daher ging es recht schnell weiter zum Viktualienmarkt.



Hier schlenderten wir über den Platz zwischen den Marktständen und bestaunten die angebotenen Waren.

Der Weg führte uns weiter zum St. Peter. Die Mini und der Mister wagten den Aufstieg während die Große und ich uns innen umschauten und eine Kerze anzündeten. 


Über den Marienplatz ging es weiter zum Alten Hof. Zwischendurch stärkten wir uns mit einem Eis, um dann zur Residenz weiterzulaufen.



Nach diesem Kulturpunkt ging es weiter die Masimilianstraße rauf, wir gingen etwa bis Höhe St. Anna und pausierten dort kurz bei etwas Gebäck im Sonnenschein.  


Die Mädchen waren nun doch etwas erschöpft, daher fuhren wir mit der U-Bahn zurück zum Hotel. Die Große spürte auch deutlich eine Erkältung in den Knochen, so dass sie am Abend nicht mit zum Essen gehen wollte. So suchten wir uns ein asiatisches Restaurant in Hotelnähe, um schnell wieder bei ihr zu sein.


Am nächsten Morgen ging es ihr tatsächlich wieder besser, so dass sie wieder an der Tagestour teilnehmen konnte. Wir einigten uns auf eine Tramfahrt zum Schloss Nymphenburg. Die Tramfahrt hatte sich die Mini gewünscht, da es in Hamburg keine Straßenbahnen gibt.

Als wir am Schloß ankamen, kam die Sonne heraus. Daher erkundeten wir erstmal den schönen Garten.




Später besichtigten wir auch die Räume des Schlosses. Das war auch wieder sehr schön, aber nicht so beeindruckend wie die Residenz.



Am frühen Nachmittag machten wir uns wieder auf zum Sendlinger Tor. Dort trafen wir uns mit unserem Freund, der seit vielen Jahren im Glockenbachviertel wohnt. Da das Wetter noch sehr schön war, genossen wir Kuchen, Kekse, Saft und Kaffee auf seiner Dachterrasse. Zwischendurch ging ich mit der Mini zum Spielplatz, doch dieser war ihr eindeutig zu voll. 


Die Mädchen hatten sich gewünscht den am Anreisetag entdeckten Gruselladen zu besuchen. Dieses Versprechen lösten wir am frühen Abend ein. Wir verließen das Geschäft mit dem ein oder anderen für das bevorstehende Halloweenfest. 

Zum Abschluss des Tages gab es tolle Burger im Restaurant.



Da das Wetter für den nächsten Tag Regen bringen sollte, beschlossen wir beim Frühstück das Deutsche Museum zu erkunden. 


Das hat viel Spaß gemacht, zumal es viele Dinge gibt, die man ausprobieren kann. Ich war schon ein paar Mal in diesem Museum, aber ich hatte vieles nicht mehr in Erinnerung.Insgesamt waren wir etwa fünf Stunden dort. 





Nach der ganzen Museumsluft machten wir einen Spaziergang zum Englischen Garten und von dort über den Hofgarten hinter der Residenz weiter zum Restaurant, in dem wir uns mit unserem Münchner Freund trafen. Das war ein sehr langer und toller Tag mit vielen vielen Eindrücken.


Der nächste Tag war schon wieder der Abreisetag. Da wir aber erst am frühen Nachmittag mit dem Zug  wieder nach Hamburg fuhren, brachten wir erstmal unser Gepäck zum Bahnhof und bummelten noch ein wenig in der Innenstadt. Zum Abschluss statteten wir der Frauenkirche einen Besuch ab und entzündeten eine Kerze. 


Und damit endete unser Kurztrip nach München. Es waren wunderbare Tage, in denen wir viel gesehen und erlebt haben. 







Freitag, 18. November 2022

Wärme für den Winter

 Die Mini trägt fast ausschließlich Leggings, in Jeans fühlt sie sich nicht so wohl, es sei denn es ist eine Jeans-Leggings.

Da das bei sinkenden Temperaturen durchaus zu kalt werden kann, wünschte sie sich Beinstulpen. 

Fündig auf der Suche nach einer Strickanleitung wurde ich bei drops (*Klick*). Zum ersten Mal versuchte ich mich an einem Jaquardmuster....und dann natürlich gleich mit mehreren Farben. 

Anfänglich war das eine ganz schöne Herausforderung, ging mir dann aber gut von der Nadel. 



Und durch das Muster war es wirklich sehr kurzweilig und schnell fertig gestrickt. Da es zu den Stulpen auch noch eine Anleitung für Fäustlinge gibt, schlug ich auch diese an. Auch hier klappte das Stricken recht gut, nicht perfekt, aber für meinen eigenen Anspruch reicht es.



Und ich freue mich, dass ich wieder so einiges dazu lernen konnte.

Montag, 14. November 2022

12 von 12 - November 2022

Der Zwölfte war bereits am Wochenende, aber es blieb keine Zeit fürs Blog. Daher heute nachgereicht! Weitere Zwölfer gibt es wie immer bei Frau Kännchen (*Klick*).

Samstag Morgen, erstmal kurzes Frühstück. Für mich allein. Der Rest schlummert noch.


Auch heute leider noch eine der täglichen Rationen Antibiotika, Ein Ende ist in Sicht. 

Dann geht es in den Einkaufsmarathon. Krankheitsbedingt ist die Liste ziemlich angewachsen. Heute ist Tag eins, an dem es für mich wieder möglich ist, einzukaufen. Erster Laden.

Zweiter Supermarkt. 

Und dann noch drei weitere kleine Läden, in der Hoffnung, die geheimen Geheimsachen kaufen zu können, die den diesjährigen Adventskalender füllen sollen. 

Daheim erwartet mich die Famlie, tatsächlich gerade erst aufgestanden und gefrühstückt. Nach dem Verräumen der Einkäufe gibt es die versprochene Spielerunde mit den Mädels.

Dann Haushalt. Später macht der Mister Burger. Auf Wunsch der Mini.

Mittagspause mit Internet. Kurz ins blog schauen, dann Weihnachtslisten und Ideen.

Strickpause für mich mit Kaffee. 

Erste Anprobe beim Puppenkind. Passt.

Zwischendurch Wäsche legen.

Und dann das Strickset beenden. Feierabend für heute.

Freitag, 11. November 2022

Socktober 2022

 Über Instagram wurde ich auf den Socktober von Tanja Steinbach (*Klick* aufmerksam. 


Sockenwolle habe ich immer im Regal liegen und ein angefangenes Paar wollte ohnehin geribbelt und neu angeschlagen werden. Deswegen habe ich, obwohl noch genug anderes wartet, einfach mal die Socken dazwischen geschoben.


Das Muster ließ sich toll stricken und war sehr kurzweilig. In kürzester Zeit war mein Socktober-Paar fertig. Da folgt sicher nochmal ein paar demnächst.