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Sonntag, 20. Oktober 2024

Unser Sommerurlaub 2024 - Fuerteventura (Teil 2)

 Nun soll es mit dem Reisebericht weitergehen. In der ersten Wochen haben wir schon einen tollen Mix aus Ausflügen und Strandtagen erlebt. So sollte es auch gern in der zweiten Hälfte weitergehen. Meistens haben wir uns, wie in allen Urlauben, am Vorabend besprochen und abgestimmt worauf wir Lust haben. Das klappt bei uns meistens wirklich ganz prima. Das gilt im Übrigen auch für die täglichen Einkäufe, vor allem für das Frühstück. Das hat immer ganz ohne Absprachen geklappt, mal war der Mister unterwegs, mal ich. Ab und an in Begleitung von einem der Kinder. Gerade früh am Morgen am Strand zu spazieren auf dem Weg zum Supermarkt war so schön.



Die Große habe ich dafür sogar geweckt, weil wir im dunstigen Morgen der Sonne beim Aufgehen zusehen wollten. Das war ein toller Start in den Tag. 

Nach dem Frühstück ging es für uns an diesem Tag zum Markt im Oasis Park. Wer ein paar heimische Produkte kaufen möchte und nettes Kunsthandwerk sehen will, ist hier genau richtig. In meiner Erinnerung waren es an diesem Tag weniger Stände als bei unserem Besuch vor fünf Jahren, aber wir hatten dennoch einige nette Begegnungen mit Verkäufern und stöberten nach passenden Mitbringseln. 


Da wir nach dem Marktbummel nicht in den angrenzenden Tierpark wollten, fuhren wir nach Gran Tarajal. Diesen Ort kannten wir zuvor noch nicht und wollten diesen ein wenig erkunden. Und was soll ich sagen? Dieser Ort hat uns allen sehr gut gefallen, zumal es hier wirklich eine bunte Mischung Einheimischer und Touristen gibt, nicht überlaufen und nett zum Bummeln. In einem kleinen Cafe aßen wir das weltbeste, süße Gebäck und genossen die Zeit. Der Strand mit einer kleinen Promenade sah prima aus, es mangelte uns an diesem Tag aber an Strandbekleidung.


Daher fuhren wir später zu "unserem" Strand zurück und ließen den Tag im Meer ausklingen. Am Abend gab es wieder ein nettes Lokal in Costa Calma in dem wir aßen. Der allabendliche Bummel durch die Straßen gehörte inzwischen auch fest ins Programm, genau wie unsere Kartenspielrunden im Apartment.

Tags drauf zog es uns nach Jandia, eigentlich um auch dort lange am Strand zu laufen, doch zunächst flanierten wir an der langen Hauptstraße, denn der Mister benötigte eine neue Sonnenbrille. Die aus Deutschland Mitgebrachte schwamm nämlich seit ein paar Tagen im Atlantik.... Jandia eignet sich tatsächlich gut, wenn man shoppen möchte, viele unterschiedliche Geschäfte reihen sich aneinander und auch die kulinarischen Gelüste können an jeder Ecke gestillt werden. Natürlich ist der Ort voller Urlauber, denn hier stehen die großen Hotels, der Strand allerdings ist noch eine ganze Ecke von der langen Hauptstraße entfernt. Man sieht ihn zwar stets, aber muß noch einige Meter gehen, um mit den Füßen im Wasser zu stehen. 


Das war dann schlussendlich auch der Grund, warum wir entschieden mit dem Auto noch ein Stück wieder zurück zu fahren. Die Mini dankte es uns sehr, denn es war an diesem Tag tatsächlich wieder sehr heiß. Unser Ziel hieß Mal Nombre, das hatte uns damals sehr begeistert....allerdings fanden wir den Weg in diesem Jahr etwas schwierig mit dem Mietwagen (ich erinnere mich an eine fiese steile Schotterpiste) und daher genossen wir nur die Sicht darauf. Wir fuhren weiter und hatten an einem tollen Aussichtspunkt eine wunderbare Sicht auf die Playa de Sotavento. 


Das nahmen wir zum Anlass, diesem tollen Strandabschnitt einen Besuch abzustatten. Es war herrlich, da auch gerade "Ebbe" war....zunächst muß man natürlich ein wenig laufen, um zum Wasser zu kommen und dann ist es einfach nur schön. Eine Art Pril ist immer voll mit Wasser, und ein Stück weiter kommt dann das offene Meer. Wir genossen diesen Nachmittag dort sehr.


Den kommenden Tag verbrachten wir wieder komplett an "unserem" Strand, denn schließlich wollten die mitgebrachten Bücher auch mal gelesen werden. Und so konnte jeder am Strand liegen, schwimmen, in und durch die Wellen tauchen, spazieren, lesen und im Sand buddeln ...ganz wie er wollte. 


Dafür entschieden wir, dass unser nächstes Ziel Betancuria werden sollte, die alte Hauptstadt Fuerteventuras. Auch dieser Ort mitten in den Bergen hat mir gut gefallen, wenngleich es doch recht voll war und der Ort nicht besonders groß. Lohnend fand ich auch die Besichtigung der Kirche gegen kleines Geld. Ein zauberhafter Ort, doch auch recht schnell besichtigt, zumindest war es nicht tagesfüllend. 



Daher setzten wir unseren Weg fort und kamen am Aussichtspunkt Parque Rural vorbei, an dem zwei riesige Statuen stehen. Die Aussicht von dort ist auch wunderbar. Wanderwege gibt es dort auch drumherum, doch wir hatten ein weiteres Ziel im Kopf, daher setzten wir unseren Weg mit dem Auto fort. 


Der nächste Programmpunkt waren die Salinas de El Carmen, eine Anlage, in der toll erläutert wird, wie Salz aus dem Meerwasser gewonnen wird. Eine absolute Empfehlung! Zunächst schaut man sich im Gebäude die Ausstellung an und läuft im Anschluss durch die weite Anlage. 


Auf dem Rückweg machten wir einen Stopp im Ort Las Playitas, einfach nur, weil dem Mister der Name gefiel. Dieser Ort ist klein, aber mit einiger Bautätigkeit. Ein kleiner Sandstrand, mit schwarzem Sand, liegt in einer Bucht, war aber nur von einer Handvoll Einheimischen besucht. Dieser Ort scheint sich noch im Dornröschenschlaf zu befinden, allerdings gibt es etwas außerhalb eine sehr große Hotelanlage mit einem angrenzenden Golfplatz. Doch von Urlaubern war im Ort selbst nichts zu sehen. Hier könnte man sicher etwas ruhiger Urlaub machen..


Da wir dort kein für uns passendes Restaurant fanden, fuhren wir weiter nach Gran Tarajal, der Ort, der uns ein paar Tage zuvor so gut gefallen hatten. Wir suchten uns ein nettes Lokal an der Promenade und aßen dort tolle Tapas mit Blick auf das Meer. Das war wirklich sehr sehr schön. Den abendlichen Spaziergang machte ich dann mit der Großen allein am Strand von Costa Calma.


Da wir am Vortag so einiges gesehen hatten, blieben wir am nächsten Tag wieder an unserem Hausstrand. Man merkte, dass wir es alle nicht mehr gewohnt waren 24/7 miteinander zu verbringen. Daher war es ganz gut, dass jeder wieder seins machen konnte, am Strand oder im Apartment. Am Abend war die Stimmung toll und alle entspannt. 


So begannen wir auch den folgenden Tag: an unserem Strand. Es war herrlich, an diesem Tag mit deutlich weniger Besuchern als sonst. Doch die Mini hatte den großen Wunsch, dass wir noch einmal zur Playa de Sotavento fahren. Diesen Wunsch erfüllten wir ihr am Nachmittag. Doch leider war es so so windig, dass der Sand uns an die Beine peitschte, dass es schmerzte. Im Wasser war es okay, daher sprang der Mister mit der Kleinen ins Nass und ich spazierte mit der Großen am Strand entlang. Doch so sehr genießen wir zuvor war wegen des Windes nicht möglich. Daher ging es auch recht schnell wieder zurück nach Costa Calma. Dort ging es nochmal ins Meer ehe wir uns alle für das Essen fertig machten. Der letzte Abend für uns auf Fuerteventura.


Am Abreisetag spazierte ich mit der Mini vormittags nochmal am Strand, die Koffer waren gepackt und am Mittag konnten wir auschecken. Die Rückgabe des Mietwagens am Flughafen war komplett einfach und problemlos. Lediglich unsere Flugverspätung war etwas nervig und spannend, ob wir trotz Nachtflugverbot noch in Hamburg landen könnten (jaaa, hat noch geklappt ...). Als wir mitten in der Nacht zu Hause ankamen, waren wir uns alle einig: Das war ein toller Urlaub! 


Mittwoch, 16. Oktober 2024

Unser Sommerurlaub 2024 - Fuerteventura (Teil 1)

 Endlich endlich habe ich ein wenig Zeit, um von unserem diesjährigem Sommerurlaub zu berichten. In den vergangenen Jahren zog es uns ins Chiemgau (*Klick*), in den Hegau (*Klick*), an die Schlei (*Klick*), in den Schwarzwald (*Klick*), an die Ostsee (*Klick*), ins Tölzer Land (*Klick*), an die Nordsee (*Klick*) und ins Allgäu (*Klick*). Unsere Reisen waren zumeist von vielen Wandertouren und Sehenswürdigkeiten geprägt. Nur einmal in den letzten zehn Jahren sind wir zusammen ins Flugzeug gestiegen und waren auf Fuerteventura (*Klick*) und selbst das ist nun fünf Jahre her. 

Deswegen war es kaum verwunderlich, als bei der Urlaubsplanung im Herbst letzten Jahres der Wunsch nach Sonne, Strand und Meer sehr groß war, aber immer mit dem Versprechen (vor allem an die Große), daß auch Wanderungen möglich sind. Recht schnell waren wir uns einig, dass es auf Grund der späten Sommerferien in unserem Bundesland nur die Kanaren werden könnten, denn alles am Mittelmeer ist mir tatsächlich viel zu warm in den Sommermonaten. 

Wir überlegten gemeinsam, was wichtig ist, welche Abstriche wir bereit waren zu machen und welchen Luxus wir uns gönnen wollten. Denn seien wir mal ehrlich, so eine Flugreise mit vier Personen kostet ein kleines Vermögen! Sicher haben über die Jahre, und vor allem seit der Corona-Zeit, die Preise hier in Deutschland auch massiv angezogen, doch eine Flugreise ist häufig mehr als doppelt so teuer. 

So also fiel die Wahl wieder auf Fuerteventura, denn auch dort ist das Wandern in der kargen Landschaft mit grandiosen Ausblicken möglich. Nach einiger Recherche entschieden wir uns für eine Pauschalreise in einer reinen Apartmentanlage direkt am Strand in Costa Calma. Diese Anlage bietet tatsächlich nur die Apartments, es gibt kein Restaurant, keine Animation, keinen Pool. Für uns also genau richtig. Um Kosten zu sparen, buchten wir die Reise ohne Transfer vom Flughafen (das allein war schon ein großer Preisunterschied) und mieteten stattdessen einen Mietwagen von/ab Flughafen. Das hat auch alles problemlos geklappt (außer dass unser Gepäck inkl. uns vier nur mit Tricksen und Ach und Krach ins Auto passte..) und würden wir immer wieder genauso machen. Auch die Anlage war perfekt und würde von uns immer wieder gebucht werden.

Am Ankunftstag begutachteten wir lediglich die Wohnung, den Strand, trafen direkt auf Bekannte aus unserer Kleinstadt (die Welt ist manchmal ein Dorf), füllten unseren Kühlschrank und gingen lecker essen.


Um erstmal die Gegend besser kennenzulernen und sich zu aklimatisieren (unfassbare Luftfeuchtigkeit! Und ungewöhnlich heiß!) machten wir am nächsten Tag zunächst einen langen Strandspaziergang rund um Costa Calma. Zum Abschluss ging es natürlich zum Baden und Tauchen in die tollen Wellen an "unseren" Strand direkt vor der Tür. Herrlich. Am Abend gab es in einem tollen Restaurant leckere Tapas. Herrlich.


Um uns langsam an die Sonneneinstrahlung zu gewöhnen, beschlossen wir den folgenden Tag zunächst in der Inselhauptstadt Puerto del Rosario zu verbringen. Wir erkundeten den Hafen, die Fußgängerzone und verblieben dann im klimatisiertem Einkaufszentrum. Die Luftfeuchtigkeit war wirklich heftig, da war ein kleiner Shopping Tag in der Mall genau das Richtige.


Da wir bei unserem letzten Fuerteventura Besuch die Piratenhöhlen von Ajuy nicht gesehen hatten, war das unser Ziel für den dritten Tag. Es war immer noch unfassbar warm und feucht, aber die Sonne versteckte sich hinter dicken Wolken. Dennoch fanden wir den dunklen Sand mit den teilweise großen Wellen noch immer großartig. Ein wenig verändert war der Ort, saniert und "aufgeräumt". Mein persönliches Highlight waren an diesem Tag die ein oder anderen möglicherweise Influencer, die interessante Bilder und Fotos machten. Manchmal musste ich wirklich über die teils waghalsigen, anrüchigen, nicht endend wollenden Fotoserien schmunzeln. Vielleicht bin ich wirklich schon zu alt für derlei Dinge. Nun, unser Ziel waren die Höhlen, doch leider fing es auf dem Weg dorthin kräftig an zu regnen und ich fand die Wege für die Mini doch viel zu rutschig. (Auch hier immer wieder Kopfschütteln meinerseits bei der Begutachtung des Schuhwerks von anderen Touris). Daher entschieden wir abzubrechen und Ajuy erneut an einem anderen Tag zu besuchen. 


Also ging es über die Berge wieder Richtung Süden (laut Wetter App sollte hier die Sonne zu finden sein), ein Abstecher beim astronomischen Aussichtspunkt musste aber dennoch sein. Anders als beim Hinweg hatten wir hier auch Glück, wir waren so gut wie allein und es regnete gerade nicht. Wir genossen die Sicht mit dem kräftigen Wind, stellten Fotos von vor fünf Jahren nach und stiegen wieder ab, als der Regen erneut aufzog. 


Der Regen wurde so stark, dass das Autofahren kein Vergnügen mehr war, langsam schlichen wir die Berge herunter. Spontan entschieden wir Morro Jable einen Besuch abzustatten. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen. Wir schlenderten durch die Gassen, vorbei ein viel zu vollen Cafes und Restaurants. Es war deswegen so voll, weil die Strände komplett überspült waren, nur langsam wich das Wasser zurück. Da wo es wieder möglich war, spazierten wir auch wieder am Strand. Morro Jable ist bestimmt schön, doch mir war es zu voll.


Den folgenden Tag verbrachten wir dann komplett an "unserem" Strand. Es ist toll das eigene Apartment in der Nähe zu haben und im Grunde nur mit einem Badetuch losgehen zu müssen. In der Mittagszeit haben wir uns dann komplett im Apartment zurückgezogen. So konnte man es toll aushalten.


Für eine richtige Wanderung war es immer noch eindeutig zu heiß, daher fiel die Entscheidung für den kommenden Tag auf einen Ausflug in den Norden der Insel: Corralejo. Vor fünf Jahren fand ich den Trubel und die tollen Geschäfte großartig, und auch heute fand ich den Ort ganz okay. Doch auch viel voller als damals. Trotzdem ließen wir uns treiben, bummelten durch die Gassen, schlenderten am Hafen und aßen etwas abseits Tapas zu Mittag. 



Unserer weiterer Weg führte uns dann natürlich zu den Wanderdünen. Hier könnte ich wirklich Stunden verbringen, auch wenn das Schwimmen zumindest an diesem Tag nicht möglich war. Die Weite, die Farben, die Ruhe. Einfach wunderschön. Ein traumhafter Ort.


Die Höhlen von Ajuy standen für den Folgetag auf dem Plan. Das Wetter war toll, langsam stabilisierten sich auch die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit normalisierte sich. Entsprechend voll war es natürlich auch in Ajuy. Doch wenn man sich darauf einlässt, dann kann man die tollen Ausblicke auf dem kurzen Wanderweg zu den Höhlen auch genießen. Die Höhle selbst ist "nett", vielleicht fehlte mir hier die Vorstellungskraft ob der vielen Menschen. Und der Rücksichtslosigkeit von dem ein oder anderen Exemplar. Es hätte hier auch noch einen größeren Wanderweg gegeben, den wir zum Leidwesen der Großen nicht nutzten, da die Mini äußerst schlecht gelaunt war und den Weg mit Sicherheit nicht ohne Tränen gegangen wäre. So fuhren wir von Ajuy weiter durch die Berge, hielten am Mirador "Risco de las Penas" und bestaunten die kleinen Streifenhörnchen. Die Laune der Jüngsten war sofort wieder besser.



Sehr zur Freude unserer kleinen Wasserratte blieben wir am nächsten Tag wieder am Strand. Das war einfach ihr Element: schwimmen und toben in den zum Teil echt hohen Wellen. Es war so schön anzusehen, wie sehr sie die Zeit am und im Meer genoss. 


Und welche Ausflüge wir in der zweiten Woche unternommen habe, berichte ich im zweiten Teil. 


Sonntag, 19. Mai 2024

Rügen, Du Schöne!

 In den Osterferien sind wir mal wieder verreist. Da wir Schleswig-Holsteiner drei Wochen Ferien hatten, ging es für uns in der letzten Woche nach Rügen. Herrlich, denn die Insel war noch leer und ich vermag es mir gar nicht vorzustellen, welcher Trubel dort im Sommer herrschen muss. 

Tatsächlich war ich bisher noch nicht auf dieser tollen Insel, hatte es aber immer auf meiner "Möchte-ich-unbedingt-mal-hin - Liste". 

Der Mister hatte unsere Unterkunft über seinen Arbeitgeber rabattiert buchen können und so kamen wir in den Genuss einer Ferienwohnung in Prora. Nun, Genuss dahingehend, dass wir fast allein in unserem Hausabschnitt waren und wir von der Terrasse einen direkten Strandzugang hatten. Auf Grund der Größe des unfassbar gigantischen Komplexes möchte ich nicht wissen, was dort los ist, wenn sich dort viele viele Urlauber tummeln, an Ruhe kann man da sicher nicht denken. Davon mal abgesehen, sind die Wohnungen schon eher sehr hochwertig ausgestattet und sicher im Sommer nicht mehr so erschwinglich. Und auch der Ausbau selbst ist sicher auch kritisch zu betrachten. 

Am Anreisetag machten wir uns erstmal mit der Anlage vertraut und staunten über die Größe und den Kontrast von Ausbau und Leerstand. 


Der Strand ist toll und zu dieser Jahreszeit noch sehr leer und bietet auch einen tollen Promenadenweg nach Binz. 



Das war am nächsten Tag auch das Ziel, die Sonne lachte vom Himmel und so nutzten wir das schöne Wetter, um am Strand nach Binz zu spazieren. Im Ort stärkten wir uns mit leckerem Eis, genossen die Sicht von der Kirche und liefen den Promenadenweg zurück nach Prora. An "unserem" Strandabschnitt genossen wir Sonne, Wind und Wellen im Strandkorb.







Auch der folgende Tag war wieder sonnig, daher begannen wir unsere Tour in Sassnitz. Wir wanderten am Ufer der Steilküste entlang, immer mit Blick auf die Kreidefelsen. 



Der Weg führte später hinauf auf den Hochuferweg im Nationalpark Jasmund. Der Wanderweg ist toll, immer an der Küste entlang, mal ein wenig mehr inseleinwärts, mal mit spektakulären Aussichten. Der Wald ist wunderschön, der Weg abwechslungsreich. Gut zu Fuß sollte man auf jeden Fall sein. 





Auch hier machte sich die Leere der Insel bezahlt, natürlich war der ein oder andere Wanderer unterwegs, aber wir waren auch vielfach allein und konnten so alles genießen. Besonders gefallen hat mir der Aussichtspunkt Victoria Sicht. Im Sommer muss man sich diesen Platz gewiss mit vielen vielen anderen Menschen teilen, doch an diesem Tag waren es gerade mal eine Handvoll netter Leute. 



Auch den Königsstuhl ließen wir uns nicht entgehen und hier ließ sich wirklich erahnen, welche Massen hier in der Hochsaison zugegen sein müssen. Aktuell befindet sich noch einiges im Aufbau bzw Umbau auf dem Gelände. Der Eintrittspreis ist okay, wenn man bedenkt, dass man nicht nur den Skywalk betreten kann sondern auch das tolle Museum bzw. Ausstellung ansehen kann. Und auch hier waren wir bis auf wenige Menschen allein, auf dem Skywalk sogar ganz allein. 





Es war einfach perfekt, um in Ruhe alles zu erkunden und zu genießen. Da die Mini den Weg nicht mehr zurückgeschafft hätte, sind wir mit dem Bus zurück nach Sassnitz gefahren. Das war wirklich ein toller Tag.


Am folgenden Tag war der Himmel grau und es stürmte. So besuchten wir nur recht kurz den Strand und blieben zunächst in Prora. Wir schauten uns die Sandskulpturen-Ausstellung an (joa, schon beeindruckend, aber doch sehr kurz, dafür schon recht teuer) und statteten der angrenzenden Bücherhalle einen Besuch ab. Am Nachmittag machten wir noch eine Einkaufstour nach Bergen. Die Inselhauptstadt hat uns nicht wirklich überzeugt vielleicht haben wir uns aber auch nur die falschen Dinge angesehen. :-)



Sonne und Wind versprach der nächste Tag und somit war das Ausflugsziel Kap Arkona. Hier wurde einem wirklich bewusst, wie leer die Insel tatsächlich war, denn dort ist alles auf Tourismus ausgelegt. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, ein riesiger Parkplatz und allerlei Nippes liegen auf dem Weg zu den Leuchttürmen. Zum ersten Mal waren wir auch nicht allein, wenngleich wir von einem Andrang noch weit entfernt waren. Wir wanderten erstmal Richtung Leuchttürme und kamen an den für mich wunderschönsten Ort der Reise: Gellort, der nördlichste Punkt Rügens. Der Ausblick war so wunderschön und unten am Fuß der Steilküste war es so traumhaft, ich konnte mich von diesem rauen Plätzchen gar nicht losreißen. 




Doch irgendwann drängte die Familie zum Weitergehen und so spazierten wir wieder oberhalb zu den Leuchttürmen. Joa, gesehen und auf meiner Liste abgehakt, dafür ging es ein Stückchen weiter wieder runter ans Wasser. Hier ließen sich tolle Sttrandschätze entdecken: Seeglas, Donnerkeile, Fossilien. 




Wir wanderten immer weiter am Wasser entlang bis wir irgendwann wieder den Weg Richtung Parkplatz einschlugen. Das war ein toller Ausflug, der vor allem direkt am Wasser sehr viel Spaß gemacht hat. 




Am Abend genossen der Mister und ich in unserem Strandkorb noch ein Gläschen Champagner und stießen aufs Leben an.



Auch am nächsten Tag lachte die Sonne vom Himmel. Dieses Mal entschieden wir uns für eine Wanderung von Binz nach Sellin. Eigentlich planten wir auch am Wasser zu laufen, doch irgendwann ging es einfach nicht mehr (ungefährlich) weiter. So suchten wir uns einen Aufgang zum Hochwanderweg und liefen oberhalb der Steilküste entlang.




 Auch hier ist der Weg ähnlich beschaffen, wie am Hochuferweg im Nationalpark Jasmund: Tolle Aussichten, vielleicht etwas weniger "abgesichert" und abwechslungsreich. Oberhalb der Seebrück Sellins endet der Weg. 




Wir erkundeten die Seebrücke und den Ort. Mit dem Bus ging es wieder zurück nach Binz. Wieder ein toller Tag, der zu Ende ging.


Da es am nächsten Tag heftig regnete und die Mini sich einen Schwimmbad-Besuch wünschte, erfüllte der Mister ihr diesen Wunsch. Die Große und ich verbrachten sehr informative Stunden im Prora Dokumentationszentrum. Gerade ist dort die Sonderausstellung zur Wannsee-Konferenz beendet worden, die mich heftig beeindruckt hat. Sonderausstellungen gibt es dort laufend, aktuell das Schicksal der Juden aus Dänemark im Oktober 1943. Die komplette Ausstellung hat die Große und mich in den Bann gezogen, wenngleich wir uns eine andere "Sortierung" gewünscht hätten. Eine Führung lohnt sich auf jeden Fall, denn so erfährt man noch viel mehr Dinge rund um Prora. Man sollte sich ausreichend Zeit für das Dokumentationszentrum nehmen, es lohnt sich sehr! Grundsätzlich sollten wir uns alle wieder mehr mit diesen Themen beschäftigen.....



Nun kommen wir bereits zu unserem Abreisetag, an dem wir das zumindest trockene Wetter nutzten, um uns das Jagdschloss Granitz anzusehen. Ein tolles Schloss mit einem schönen Museum und einer grandiosen Aussicht über Rügen. Schöner wäre es sicher bei Sonnenschein gewesen, aber auch so hat es uns gut gefallen.




 Ein toller Abschluss einer wunderbaren Woche auf Rügen.