Samstag, 30. Mai 2020

Ausnahmezeit - Tag 71 bis 75

Fast ist eine weitere Woche rum und wir sind mittlerweile schon bei Tag 75. Unglaublich.

Was gibt es diese Woche Neues aus der Schule oder dem Kindergarten?

Die Große hat eine arbeitsreiche Woche hinter sich, es gab viele Aufgaben in den Hauptfächern und dazu auch noch das Fach Geographie. In der kommenden Woche wird sie für einen Tag in die Schule gehen. Danach wird es weiter im Homeschooling gehen, aber mit einer anderen Online-Plattform. Wir als Eltern lernen also auch immer Neues.
Mitte der Woche wurde in Schleswig-Holstein bekannt gegeben, dass bereits in einer Woche alle Grundschüler wieder im Klassenverband ohne Abstandsregeln in die Schule gehen können. Und auch in allen anderen Schulen soll es in der letzten Woche vor den Sommerferien, die ja bereits in vier Wochen sind, soweit sein. Wir werden sehen, was das bedeutet bzw. für Folgen hat.
Auch in den Kindergärten tut sich adhoc etwas: Bereits ab der kommenden Woche dürfen wieder 15 Kinder pro Gruppe die Kitas besuchen, wenngleich die Kitas aber eine Woche Zeit haben, neue Pläne zu stricken. Also verzögert sich der Besuch weiterer Minis wohl vielerorts um eine Woche.
Ich vemag ncht zu sagen, ob es eine gute Entscheidung ist oder nicht. Es gibt zwei Seiten, die es zu betrachten gilt.
Die Mini hingegen freute sich bereits in dieser Woche, dass es mehr Kinder waren, die an "ihren" Betreuungstagen in der Einrichtung waren. Diese Woche war sie gern dort.

Wie lief es mit der Arbeit?

Der Mister ist nach wie vor im Homeoffice mit einem Bürotag in der Woche. Nach wie vor geht es ihm gut mit dieser Lösung. Maßgeblich trägt natürlich dazu bei, dass er auch wirklich arbeiten kann und sich weitgehend nicht um Kinder, Essen, Haushalt usw nebenbei kümmern muss.

Ich selbst habe in dieser Woche wieder zwei Tage gearbeitet. Nachdem es mir in den letzten Wochen alles ein wenig viel war und ich durch ein Gespräch mit meinem Vorgesetzten etwas Last und Verantwortung "weggeredet" habe, ging es mir in dieser Woche recht gut. Ein Hauch von Schwere liegt natürlich noch immer in der Luft, aber noch reicht meine Energie aus. Und die Aussicht, dass wir unseren Familienurlaub tatsächlich antreten können in den Sommerferien.

Was stand auf dem Speiseplan in dieser Woche?

-> Geschnetzeltes mit Nudeln und Pilzen
-> Hochzeitssuppe
-> Pfannkuchen
-> Sandwiches
-> Nudeln mit Tomatensoße


Wie lief es mit dem Einkauf und weiteren Besorgungen?

Den Wocheneinkauf machte ich mit der Mini zusammen am Montag. Wie immer nur ein Supermarkt und im vermeintlich leerem Laden...
Die restlichen frischen Sachen für das Wochenende besorgten wir dann am Freitag.
An diesem Tag habe ich auch mal wieder unser örtliches Näh- und Wollgeschäft besucht. Ach, es war mal wieder schön, dort ein wenig zu stöbern.

Wie sportlich war die Woche?

Leider habe ich es in diesen fünf Tagen nur einmal für ein Workout via App und eine Yogaeinheit geschafft. Das möchte ich gern wieder ändern.
Aber ich habe mit der Großen an einem Abend einen sehr langen Spaziergang gemacht. Das tat uns beiden sehr gut.

Welche Highlights gab es in dieser Woche?

Ingesamt war die Woche sehr gut. Das Wetter spielte mit und wurde zum Wochenende recht sommerlich, so dass wir wieder viel im Garten sein konnten.
Wir waren auf dem Spielplatz mit unseren Corona-Nachbarn und ich der tolle Abendspaziergang mit der Großen war großartig.

Aber am Besten war, dass ich endlich endlich beim Friseur war. Im Januar war ich das letzte Mal dort und eigentlich gehe ich alle 6 bis 8 Wochen. Die Termine im März mussten aus Krankheitsgründen verschoben werden und dann kam die Schließung der Salons. Nun aber endlich wieder frische Farbe und ein Haarschnitt.



























Montag, 25. Mai 2020

Ausnahmezeit - Tag 64 bis 70

Ab sofort möchte ich gern in einer anderen Form über unsere Ausnahmewochen berichten. Zum einen wiederholen sich die Tage dann doch irgendwie und zum anderen denke ich nicht täglich daran, einen kompletten Tagesablauf zu notieren.
Nun also komprimiert :-)

Was gibt es diese Woche Neues aus der Schule oder dem Kindergarten?

Die Große macht noch immer ihre Aufgaben. Besonderer Fokus lag in dieser Woche neben den Hauptfächern auf dem Fach Musik. Eine Videokonferenz habe ich vergessen, war aber zum Glück "nur" Sport. Ansonsten merkt man hier und da, dass inzwischen etwas Motivation fehlt.
Am Dienstag bekamen wir die Information aus der Schule, dass die Große einen Tag in die Schule gehen darf. Nach Pfingsten. Genauere Infos erhalten wir noch.

Die Mini war wegen des Feiertages in dieser Woche nur einen Tag im Kindergarten. Das hat ihr auch viel Freude gemacht. Seit dieser Woche sind es ein paar mehr Kinder, die die Kita besuchen dürfen. Es sind vor allem die Vorschüler, die nun zum Zuge kommen.

Wie lief es mit der Arbeit?

Der Mister ist nach wie vor im Homeoffice. Am Dienstag war er mal wieder im Büro in der großen Stadt. Es ist sehr schön, dass er von zu Hause arbeiten kann, doch wir versuchen auch nach wie vor, ihn nicht bei seiner Arbeit zu stören.

Ich musste auch nur einen Tag in dieser Woche arbeiten, da der Donnerstag der Himmelfahrtstag war. Nach wie vor merke ich den Druck, alles schaffen zu müssen. So tat mir diese kurze Woche sehr gut. Und doch denke ich schon wieder darüber nach, dass ich ab Juli wieder mehr arbeiten muss, da meine vertragliche Vereinbarung über die Kürzung meiner Arbeitszeit dann ausläuft.....

Was stand auf dem Speiseplan in dieser Woche?

-> Pfannkuchen mit Apfelmus
-> veganer Nudelauflauf
-> Pizza
-> Burger
-> Gegrilltes
-> Pommes



Wie lief es mit dem Einkauf und weiteren Besorgungen?

Wie immer habe ich am Wochenanfang den Wocheneinkauf gemacht. Dieses Mal habe ich die Mini mitgenommen und das hat gut geklappt. Wir haben uns ein Zeitfenster gesucht, als nicht soviel los war, das war ganz gut. Und wir waren auch nur in einem Laden. Ein paar Kleinigkeiten hat der Mister am Freitag in unserem Lieblingssupermarkt gekauft.
Am Mittwoch habe ich nach der Arbeit auf dem Weg zum Kindergarten noch beim Optiker angehalten, um die reparierte Sonnenbrille der Mini abzuholen. Da war es auch schön leer.
Da ich noch Blusen für den Job benötige, habe ich tatsächlich online bestellt.
In dieser Woche ist mein bestellter Fitnesstracker angekommen, sowie die Sommerschuhbestellung für die Große. Leider passten ihr nur die Fußballschuhe....es ist so schwer, Schuhe für sie zu bekommen.

Wie sportlich war die Woche?

In dieser Woche habe ich mir an zwei Tagen die Zeit für Yoga genommen. Und am Sonntag hatte ich dann auch Zeit über eine weitere App eine halbe Stunde Fitnesstraining zu machen. Das tat sehr gut.
Das Fitnessstudio hat wieder geöffnet, sogar Kurse finden statt. Aber ohne Kindergarten und co ist es erstmal nicht möglich für mich, dort hinzugehen.
Die Große hat diese Woche die Info von ihrem Sportverein erhalten, dass sie vermutlich bald trainieren darf.
Die Mini konnte mal wieder auf unserem Spielplatz toben, endlich ist dieser auch auf. Sie hatte so einen Spaß am Schaukeln und Rutschen.

Welche Highlights gab es in dieser Woche?

Am Montag war eine Freundin der Großen hier. Die Mädchen haben sich sehr gefreut, den ganzen Tag miteinander verbringen zu dürfen. Die Eltern arbeiten beide, so passte es ganz gut.
Am Donnerstag wurden wir von eben dieser Familie zum Grillen eingeladen. Wir saßen bis in die Nacht auf der Terrasse. Es war einfach schön, mal wieder unterwegs zu sein.
Dafür haben wir es am Freitag sehr ruhig angehen lassen. Am Abend machten wir einen gemütlichen Familienfilmabend und haben uns die Eiskönigin Teil 2 angeschaut. Richtig mit Popcorn und Chips.
Das Beste war aber der Samstag. An diesem Tag haben wir nach sehr langer Zeit meine Schwester und meine Mutter in einem Wildpark getroffen. Wir haben uns schon vor Corona eine Zeit nicht gesehen, und so war die Freude für uns alle sehr groß. Da meine Mutter sich demnächst einer OP unterziehen muss, war es mir sehr wichtig, dass wir uns vorher treffen, denn sowohl in der Klinik als auch in der Reha wird es sicher nicht möglich sein, sie zu besuchen.
Der Tag war so schön, die Mädchen waren sehr glücklich.
Und das Wetter spielte auch mit. Es hat nur zum Ende etwas geschauert, erst auf der Autobahn fuhren wir direkt in ein heftiges Unwetter....






















Dienstag, 19. Mai 2020

Ausnahmezeit - Tag 57 bis 63

Eine neue Woche Ausnahmezeit. Und was war bei uns los?

Montag, Tag 57:

Die Mini hat tatsächlich die ganze Nacht in ihrem Bett geschlafen. Super!
Das Frühstück nehmen wir alle gemeinsam ein, dann geht der Mister wieder zurück an seinen Schreibtisch.
Die Große beginnt mit ihren Aufgaben für Religion. Ich schaue mir die Aufgaben der Woche an: Es wird wieder einiges im Deutsch-Unterricht passieren, Mathe wird nur über eine App laufen, Englisch wie gehabt im direkten Videounterricht plus Hausaufgaben und diese Woche kommen Biologieaufgaben hinzu. Klingt sehr überschaubar.
Vielleicht ganz gut, dass es diese Woche ruhiger ist. Für uns alle. Für mich auf jeden Fall, denn mein Gemütszustand ist noch sehr angeschlagen.
Die Mini spielt, ich lege und verräume zwei Ladungen Wäsche. Betten machen, lüften, Bad aufräumen und die obere Etage saugen.
Zwischendurch machen wir Mädels Sport via App. Das macht echt Spaß. Und ich weiß jetzt schon, dass ich morgen Muskelkater in den Beinen haben werde :-)
Die Große hat inzwischen zu den Englischhausaufgaben gewechselt.
Die Mini und ich bereiten Mittag vor: Nudeln mit ofengeschmorten Tomaten.
Gemeinsam mit dem Mister essen wir, aber er geht direkt wieder an den Schreibtisch als wir fertig sind.
Ich räume die Küche auf, dann sollen sich die Kinder fertig machen. Ich vervollständige den Einkaufszettel.
Für die Mädels und mich geht es nun in die Nachbarstadt, die Mädchen brauchen Schuhe. Es ist das erste Mal, dass ich mit beiden Kindern einen solchen "Ausflug" mache.
Grundsätzlich ist nicht soviel los, wie ich erwartet hatte, aber alles dauert länger. Und es gibt immer mehr Menschen, denen der Abstand nicht mehr wichtig scheint. Das macht es alles sehr schwierig. Für die Große ist es das erste Mal, dass sie ihre Maske tragen muss, das macht es auch nicht einfacher. Das Schuhekaufen zieht sich, aber wir haben eine ruhige Ecke nur für uns und die Verkäuferin ist sehr sehr nett. Am Ende kaufen wir drei paar Schuhe.


Nach einem Stopp beim Dicounter sind wir drei froh, wieder daheim zu sein. Es ist ja schon sehr anstrengend so mit Menschen.... :-)
Daheim gibt es dann nur noch Abendbrot und Schlafenszeit für alle. Irgendwie sind wir alle erschöpft.

Dienstag, Tag 58:

siehe 12 von 12 (*Klick*)

Mittwoch, Tag 59:

Heute stehe ich kurz nach dem Mister auf und mache mich fertig für die Arbeit. Die Große lasse ich schlafen, sie hat heute keine Videokonferenz und ist schon relativ weit mit ihren Wochenhausaufgaben.
Die Mini allerdings muss aufstehen.....heute geht es für sie wieder in den Kindergarten. Und entgegen ihrer Aussage von letzter Woche freut sie sich auf den Kindergarten.
Wir kommen nach dem Frühstück pünktlich los, ich übergebe sie der Erzieherin und mache mich auf den Weg zur Arbeit. Da es mir in der letzten Woche nicht so gut ging, gehen mir derweil diverse Gedanken durch den Kopf....
Auf der Arbeit ist einiges zu tun und ich habe wieder kein gutes Gefühl. Es fühlt sich alles soviel an....Am Mittag besucht mich mein Vorgesetzter. Ich habe bespreche mit ihm die aktuelle Situation und bin erstaunt, doch auf viel Verständnis zu stoßen. Er verspricht, mit mir nach Lösungen zu suchen.
Nach diesem Gespräch geht es mir viel besser. Das merke ich sofort. Das ungute Gefühl ist gewichen.
Dann ist Feierabend und ich mache mich wieder auf den Weg zum Kindergarten, um die Mini einzusammeln. Es ist bereits halb vier als ich dort eintreffe und sie ist das letzte Kind der Gruppe.
Ich tausche mich mit der Erzieherin aus und nehme eine strahlende Mini in Empfang.
Zu Hause darf ich dann die Reste vom Essen der anderen beiden Familienmitglieder essen....spätes Mittag (Backfisch, Knoblauchbrot….).Währenddessen leistet mir der Mister Gesellschaft und wir erzählen uns vom Tag. Er ist froh, dass es mir besser geht.
Den restlichen Nachmittag verbringen wir im Haus. Ein paar Handgriffe im Haushalt, spielen und kuscheln.
Außerdem telefoniere ich mit meiner Mutter und mit meiner Freundin.
Am Abend geht es ausnahmsweise auch mal früher schlafen, aber erst nachdem ich noch ein paar Hausunterlagen für die Versicherung herausgesucht habe.




Donnerstag, Tag 60:

Auch heute stehe ich kurz nach dem Mister auf. Ein neuer Arbeitstag erwartet mich. Die Mini ist heute morgen ziemlich müde, doch freut sie sich auf den Kindergarten. Da ich am Vortag vergessen hatte, das Mittagessen vorzukochen, welches sie mitnehmen soll, steht der Gatte nun in der Küche und kocht Nudeln. So kann ich mich um die Mini und mich kümmern: Anziehen, waschen, Frühstück.
Die Große darf ausschlafen, ihre Videokonferenz im Fach Deutsch findet erst am späten Vormittag statt.
Als alles bereit ist, düsen wir los. Heute etwas später dran als sonst.
Doch ich komme später noch pünktlich zum Job und bin gespannt, was mich dort heute erwartet.
Aber es ist entspannter als gedacht. Puh.
Am Mittag gönne ich mir mit meiner Kollegin ein leckeren Salat und Kekse. So sind wir gestärkt für den langen Nachmittag.
Pünktlich mache ich Feierabend, der Mister bittet mich, noch ein paar Kleinigkeiten aus dem Supermarkt mitzubringen.
Das erledige ich auf dem Rückweg direkt. Daheim erwartet mich die Familie, auch sie hatten einen angenehmen Tag. Die Mini hat nach der Abholung durch den Mister tatsächlich zwei Stunden geschlafen. Das verspricht ein langer Abend zu werden. Naja. So sitzen wir tatsächlich nach dem Abendessen noch ein Weilchen im Wohnzimmer und kuscheln. Irgendwann, aber nicht so spät wie erwartet, ist die Kleine wieder müde und kann ins Bett gebracht werden. Die Große ist heute auch ziemlich müde und geht bald schlafen.




Freitag, Tag 61:

Als ich aufstehe, ist der Mister schon lange wieder im HomeOffice. Ich wecke die Große. Heute hat sie wieder eine etwas zeitigere Videokonferenz. So haben wir Zeit in Ruhe zu frühstücken, ehe ihre Unterrichtseinheit beginnt. Darüber wird auch die Mini wach und kommt dazu.
Nach dem Frühstück kümmere ich mich um den Haushalt. Vor allem steht die Wäsche auf dem Programm. Als ich mich durch die Wäscheberge gewühlt habe, bei den Hausaufgaben assistiert, mit meiner Freundin telefoniert, mit der Mini gespielt habe, ist es schon Mittagzeit.
Auf Wunsch der Großen gibt es eine Reis-Gemüsepfanne und alle langen ordentlich zu.
Der Mister setzt sich wieder an seinen Schreibtisch, die Große auch. Die Mini hilft beim Aufräumen. Dann spielen die Mädchen zusammen. Ich lese die neuesten Schul- und Kindergarteninfos. Die Große wird mindestens bis zum 10.06. nicht mehr in die Schule gehen, die Mini bleibt weiterhin in der Notbetreuung. Es kommen jetzt die Vorschüler dazu, vermutlich im wöchentlichen Wechsel.
Die Grundschüler gehen ab dem 25.05. wieder alle in die Schule, die Nachbarstochter, die eine erste Klasse besucht,  aber dann auch nur einmal in der Woche. Es bleibt spannend.
Als der Mister Feierabend macht, fahre ich mit dem Sternchen in den Ort. Zuerst holen wir ein bestelltes Medikament aus der Apotheke, dann gehen wir zum Optiker, da beide Kindersonnenbrillen eine Überholung brauchen. Dort kaufe ich mir ein Mittel, welches das Beschlagen der Brille beim Masken tragen verhindern soll. Na, mal schauen....
Weiter geht es in einen Schuhladen und die Große probiert ein paar wenige Sandalen. Nichts dabei. Auch keine Fußballschuhe. Achje….also verlassen wir das Geschäft und gehen auf dem Rückweg zum Auto noch in die Drogerie.
Ein paar Kleinigkeiten später sitzen wir im Auto. Eigentlich möchte ich noch den Wochenendeinkauf machen, doch der Parkplatz ist schon so brechend voll, dass ich den Einkauf verschiebe.
Leider hatte ich diese Woche das erste Mal seit Monaten schlecht geplant. Das muss wieder besser werden....
Inzwischen ist Abend, wir essen Abendbrot. Leider sind beide Kinder etwas maulig, so dass der Abend nicht so entspannt ist, wie erhofft. Nach der Badewanne ist die Kleine aber immerhin so müde, dass sie direkt ins Bett kann. Die Große darf noch ein klein wenig TV sehen, dann schicke ich sie aber auch ins Bett. Der Mister und ich gönnen uns ein Glas Rotwein und dann geht es auch für uns ins Bett.



Samstag, Tag 62:

Ausschlafen. Herrlich. Tatsächlich habe ich gut geschlafen. So gut, wie schon lange nicht mehr. Der Mister holt Brötchen, ich decke mit den Mädchen den Tisch.
Leckeres Frühstück, Pläne machen.
Den Vormittag über kruscheln wir rum, ich räume und putze, die Kinder spielen. Der Mister räumt und repariert unsere Klingel bzw. versucht es. Wir benötigen aber eine neue Klingel. Dafür wird der Gatte am Nachmittag in den Nachbarort fahren, da wird er auch gleich nach dem WLAN bei seiner Mutter schauen, die da Schwierigkeiten hat. Alles auf Abstand.
Die Große bittet mich, sich mit ihrer Freundin treffen zu können. Wir verabreden innerhalb unserer Familie überschaubare Kontakte zuzulassen, aber bitte auch mit Abstand. Sie freut sich so sehr. Ach, meine Große! Du hast das bis hierher so toll gemacht! Ihre Freundin wird auch in der kommenden Woche bei uns sein, da beide Eltern arbeiten. Also ist das alles so in Ordnung.
Wir werden aber weiterhin vorsichtig sein. Doch ehe es in den Nachmittag geht, gibt es für den Mister und die Mädchen ein Eis vom Eiswagen, der bei uns seine Runden dreht.
Außerdem muss die Große noch ein paar Aufgaben in Mathe erledigen.
Dann ist es soweit: Der Mister fährt in den Nachbarort, das Sternchen radelt zur Freundin, die Mini spielt im Garten mit den Kindern unserer Corona-Familie, ich bestellle im Internet ein paar Dinge.
Und ich schalte parallel den Fernseher ein, um Fußball zu sehen. Meine Freundin unserer Corona-Familie kommt vorbei und ich mache uns Kaffee. Irgendwie sind unsere Treffen in den letzten Tagen rar geworden, so haben wir viel zu erzählen. Der Mister kommt zurück und wandert direkt weiter zu dem Vater der Corona-Familie, damit sie gemeinsam Fußball schauen können. Wir Frauen erzählen, die Kinder spielen. Später kommen auch die Männer dazu und da ich vom vielen Quatschen immer noch nicht einkaufen war, beschliessen wir uns Gerichte von unserem Griechen im Ort liefern zu lassen. Telefonisch fragen wir beim Sternchen nach, ob sie auch möchte. Nein, sie mag lieber noch ein Weilchen bei ihrer Freundin bleiben.
Zu siebt sitzen wir ein wenig später an unserem Tisch und verspeisen griechische Köstlichkeiten. Die Große kommt erst nach dem Essen wieder zurück. Und weil wir heute so nett beisammen sind, machen wir es uns zu ACHT im Wohnzimmer gemütlich. Ach, was für ein schöner Tag.
Erst nach 21 Uhr verlässt uns die Corona-Familie und ich gehe mit der Mini ins Bett. Der Mister und die Große werden erst später folgen.


Sonntag, Tag 63:

Heute bin ich mal wieder die Erste, die aufsteht. Leise mache ich mir Kaffee und schleiche mich an den Laptop. Ich mag diese Zeit nur für mich am Morgen so gern. An diesem Morgen fange ich an, einige Rezepte meiner Sammlung zu tippen und zu drucken. Ich möchte mir gern einen Ordner anlegen mit meinen absoluten Lieblingsrezepten. Den Rest möchte ich anschliessend gern vernichten oder verschenken. Vor allem möchte ich mich von Kochbüchern trennen. Das wird ordentlich Platz schaffen. Irgendwann höre ich Geräusche aus der Küche. Der Mister ist wach. Erstaunlicherweise auch die Große. Sie decken den Tisch.
Als ich nach unten gehe, kommt auch die Mini aus dem Schlafzimmer geschlichen. Sie braucht erstmal eine ausgiebige Kuscheleinheit. Hach Mini.
Nach unserem gemeinsamen Frühstück mache ich mich gleich daran einen Hefeteig anzusetzen. Heute soll es Rhabarberschnecken geben. Und Chokladbollar. Das Rezept dazu habe ich mir schon im letzten Jahr irgendwo im Netz abgeschrieben, heute will ich es endlich mal probieren. In den Schokokugeln werden Erdbeeren sein. Die Mini schaut begeistert zu und freut sich schon auf die Köstlichkeiten für den Nachmittag. Den Rest des Vormittages verbringt jeder, wie er mag: spielen, malen, lesen.
Am frühen Nachmittag kommt ein Freund mit seiner Freundin zum Kaffee vorbei. Natürlich alles auf Abstand. Ich glaube in diesem Jahr haben wir uns noch gar nicht gesehen. Sie hatten selbst viel zu tun auf ihrer Hausbaustelle und dann kam Corona. Nunja, heute also mal wieder ein Treffen. Es ist seltsam, Gäste im Haus zu empfangen. Eigentlich wollten wir ja auch draussen sitzen, aber es ist einfach zu kalt.
Am frühen Abend sind wir wieder unter uns. Ich räume in der Küche, der Mister dreht eine Runde mit den Kindern. In dieser Zeit lese und sortiere ich die diversen mails der Lehrer des Sternchens für die nächste Homeschooling Woche. Und damit sie es leichter hat, schreibe ich ihr in ihren Terminkalender Abgabetermine, Videokonferenzen und Zugangsdaten. So kann sie sich mit ihren Aufgaben gut orientieren.
Und dann ist der Tag auch schon wieder vorbei und der Abend klingt wie immer aus.


Dienstag, 12. Mai 2020

12 von 12 - Mai 2020 (Ausnahmezeit Tag 58)

Heute ist mal wieder der 12. des Monats. Am 12. werden 12 Bilder des Tages gesammelt und bei Frau Kännchen (*Klick*) gesammelt.


Am Morgen werde ich vom Mister geweckt. Heute bin ich tatsächlich noch fast im Tiefschlaf. Die Mini liegt auch neben mir, in der Nacht kam sie wieder in unser Bett. Ich lasse sie schlafen. Aber die Große muss geweckt werden.
Dann decke ich den Frühstückstisch, gemeinsam mit dem Gatten und dem Sternchen wird gefrühstückt.
Direkt nach dem Frühstück hat die Große ihre erste Videokonferenz im Fach Englisch. Der Mister geht wieder am Schreibtisch. Darüber wird die Mini wach und kommt runter. Wir kuscheln. Dann möchte sie auch gern frühstücken.
Während die Mini sich schon einmal anzieht, kann ich mich um die Küche kümmern. Und eine Waschmaschine anstellen.
Die Große braucht ein wenig Hausaufgabenhilfe in Deutsch nach ihrer Videokonferenz und die Mini etwas Hilfe beim Anziehen. Während ich der Kleinen die Haare mache (heute vier Pferdeschwänze Mama), bastelt das Sternchen zwei leckere Obstteller für sie und ihre Schwester.



Die Mädchen schlemmen, ich räume auf. Vor allem liegen die neuen Schuhe der Mini überall rum...


Die Große sitzt im nächsten Videochat mit Klassenkameradinnen für Partnerarbeiten.
So überrede ich die Kleinste, bei meiner Yogaeinheit mitzumachen. Ich habe zwar noch ganz schön Muskelkater von meiner gestrigen Sporteinheit, aber Yoga tut soooo gut.


Inzwischen ist es Mittagszeit und die Kinder schon wieder sehr hungrig. Ich taue eingefrorenen Wikingertopf von letzter Woche auf, koche Kartoffeln und Brokkoli. Ich esse den Rest vom Vortag.



Nach dem Essen geht der Mister wieder an seinen Schreibtisch, wir Mädels kuscheln uns im Wohnzimmer auf dem Sofa ein.
Aber die Große hat noch ein wenig was für die Schule zu tun und macht sich wieder auf an den Schreibtisch. Die Mini spielt. So kann ich die Küche erneut aufräumen, das Erdgeschoss saugen und wischen.


Als die Böden getrocknet sind und das kleine Bad geputzt ist, melden die Mädchen schon wieder Hunger an. Nanu, was ist denn heute los?
Also gut, ich stelle Obst- und Keksteller für beide zusammen. Für mich gibt es Kaffee und Strickzeug.


Und wo wir schon beim Handarbeiten sind, nähe ich auf Drängen der Mini endlich endlich die Knöpfe an ihrer neuen Strickjacke an.


Der Mister macht sich auf den Weg zur Krankengymnastik, wir verbringen den weiteren Nachmittag im Haus. Draussen schauert es immer mal wieder, auch kräftiger.
Als der Gatte wieder zurück ist, genieße ich eine kleine Wellness-Einheit im Bad.


Als ich fertig bin, höre ich schon, dass meine Mutter angerufen hat. Die Mädchen sprechen mit Oma, ich übernehme anschliessend und rede sehr lange mit ihr. Derweil bekommen die Kinder vom Mister das Abendbrot (und sind tatsächlich auch wieder sehr hungrig) und die Mini geht ins Bett.
Nach dem langen Telefonat mache ich mir auch ein Abendbrot und setze mich zu der Großen ins Wohnzimmer. Wir zappen kurz, dann schauen wir uns in der Abenddämmerung zusammen den Garten an. Der Regen lässt das Grün explodieren...wie schön.




Montag, 11. Mai 2020

Ausnahmezeit - Tag 50 bis 56

Was war in dieser Woche los? Wie in den vergangenen Wochen auch, erzähle ich ein wenig über unser tägliches Corona-Leben.

Montag, Tag 50:

Wahnsinn, es sind schon tatsächlich 50 Tage im Ausnahmezustand. Obwohl es sich heute schon fast wieder normal anfühlt.
Der Mister ist im HomeOffice, wie immer schon ab 6 Uhr. Ich stehe etwas später auf, mache mich fertig, koche Kaffee und decke den Tisch. Zum Frühstück kommen Kinder und Mann dazu. Danach gebe ich der Großen den Tagesplan Homeschooling. In erster Linie ist erstmal Deutsch zu machen und Mathe. Erst am Mittag soll es eine Videokonferenz mit dem Sportlehrer geben.
Nach dem Frühstück suche ich die Unterlagen für den Kinderarzt zusammen, denn heute geht es mit der Mini zur U8.
Beim Kinderarzt ist es ganz leer, wir sind die einzigen wartenden Patienten im Wartezimmer.
Die Mini vermisst dort den grossen Tisch mit den Bausteinen und die Bücher....


Dafür gibt es Fische in einem Aquarium zu bestaunen. Die Untersuchung ist dann herzlich und nett wie immer. Die Ärztin nimmt sich immer viel Zeit für uns und sie ist ganz begeistert wie gut entwickelt unsere Kleine ist. Auch über ihre Haut ist sie hocherfreut....keine Anzeichen mehr von Ausschlag, Dermatitis oder dergleichen. Unsere Ernährungsumstellung scheint wirklich soviel bewirkt zu haben. Nach dem Kinderarztbesuch müssen wir noch in die Apotheke, um den neuen Notfallpen zu bestellen. Gegenüber befindet sich ein Bekleidungsgeschäft, da gehen wir auch noch schnell rein, denn die Große braucht neue Unterwäsche. Das ist schon komisch, dort erst auf Einlass warten zu müssen und den Richtungspfeilen am Boden zu folgen. Zum Glück muss ich nicht lange suchen und sogar die Mini darf sich über ein neues Kleid freuen. Dann aber nichts wie wieder raus und nach Hause.
Da es nun schon Mittag ist, gibt es heute nur ein schnelles Essen: Nudeln mit Tomatensoße.
Die Mini spielt danach im Garten, die Nachbarskinder aus unserer Corona-Familie kommen dazu. Die Große hält den ganzen Nachmittag Telefonkonferenz mit einem Klassenkameraden, um die Deutschhausaufgabe zu lösen. Ich kann mich um den Haushalt kümmern. Und eine Einkaufsliste muss auch noch geschrieben werden. Doch den Einkauf erledige ich wie immer erst gegen Abend, da ist es schön leer im Supermarkt.
Nach dem Abendessen bringt der Gatte die Kleine ins Bett, die Große darf noch fernsehen. Ich stricke nebenbei....


Dienstag, Tag 51:

siehe Tagebuchbloggen (*Klick*)

Mittwoch, Tag 52:

Heute stehen der Mister und ich zusammen auf. Er geht ins Homeoffice, ich mache mich fertig für die Arbeit. Wie immer koche ich Kaffee und decke den Tisch. Geweckt wird allerdings nur die Mini, denn heute geht sie wieder in den Kindergarten. Doch die Große gesellt sich auch zu uns an den Frühstückstisch, wow, und das auch noch mit ausgesprochen guter Laune. Um diese Uhrzeit eher verwunderlich.
Kurz darauf mache ich mich mit der Mini auf den Weg, der Mister sitzt schon wieder am Schreibtisch und die Große an ihren Schulaufgaben (heute vor allem Mathe und ein wenig Deutsch). Am Kindergarten geht es wieder sehr schnell, denn noch immer dürfen die Eltern das Gebäude nicht betreten...aber wie gehabt, stört es die Kleine nicht.
Auf meinem weiteren Weg zum Job höre ich im Radio, das die Straße, die ich immer nehme auf Grund eines Unfalls gesperrt ist....so muss ich an diesem Morgen einen großen Umweg fahren. Unterwegs stelle ich fest, dass schon wieder ganz schön viele Menschen unterwegs sind....
Auf der Arbeit ist heute der erste Tag für mich, an dem wir wieder für Publikumsverkehr geöffnet haben. Durch die Straßensperre ist deutlich weniger los, aber man spürt schon, dass die Kunden froh sind, dass wir wieder Servicezeiten anbieten.
Am Mittag, nach der Öffnungszeit, habe ich noch einen Kundentermin. Dieser geht ganz schön lang, so dass ich sogar im Kindergarten anrufe und eine verspätete Abholung ankündige. Eigentlich wollte ich auf dem Rückweg noch Fleisch kaufen, verschiebe es aber, als ich die vollen Parkplätze sehe. Am Kindergarten erzähle ich noch kurz mit der Erzieherin an der Eingangstür. Seit dieser Woche ist die Notbetreuung ausgelastet, weitere Betreuungstage wohl erstmal nicht für uns machbar.
Daheim mache ich mir Essen von gestern warm. Ganz schön spät für das Mittag, es ist schon nach 15 Uhr. Im Garten geniesse ich eine Tasse Kaffee. Die Große berichtet von ihrem Schultag daheim....der Mister arbeitet noch.
Die Mädchen spielen, etwas später auch mit den Kindern der Corona-Nachbar-Familie. Die Eltern kommen auch dazu als der Gatte Feierabend hat.
Am frühen Abend kärchern wir noch unsere Terrasse, die hat es bitter nötig. Den Mädchen ist es zu laut, sie spielen im Haus.
Als wir fertig sind, beginne ich Essen zu kochen, denn morgen muss die Mini auch ein Mittagessen mit in den Kindergarten nehmen. Heute Abend noch essen wir davon, es gibt Wikinger-Eintopf.
Außerdem setze ich noch einen Brötchenteig an, der über Nacht gehen darf.
Die Mini geht ins Bett, mit der Großen gehe ich die Schulaufgaben für den Donnerstag durch. Dann ist auch bei ihr Bettzeit.
Ich setze mich mit Laptop und einem Glas Rotwein auf das Sofa...



Donnerstag, Tag 53:

Auch heute ist der Mister bereits im Homeoffice als ich aufstehe. Ich schiebe die Brötchen in den Ofen und wecke die Kinder.
Die Große setzt sich direkt nach dem Frühstück an ihre heutigen Aufgaben. Man merkt aber schon deutlich, dass ein wenig Elan fehlt.
Die Mini und ich machen uns auf den Weg zur Arbeit bzw Kindergarten. Auch ihre Freude scheint nicht so groß wie sonst....

Im Job ist einiges zu tun, auch wenn wir erst am Nachmittag wieder für den normalen Service öffnen. Zwischendurch muss ich immer mal wieder erläutern, warum ich aktuell meine Arbeitszeit für einen befristeten Zeitraum reduzieren möchte. Irgendwie haben nicht alle verstanden, wie eine Notbetreuung derzeit aussieht....und das HomeOffice eben HomeOffice ist....Am Nachmittag endlich bekomme ich die Genehmigung. Doch die Freude darüber hält nicht lang...der Druck weiterhin und erst Recht nun gute Geschäfte zu machen erschlägt mich vollkommen, als es zum Feierabend Gespräche mit Vorgesetzten gibt.
Für mich fühlt sich das alles etwas merkwürdig an. Die Gespräche sind sehr lang, so dass ich erst um 21.30 Uhr zu Hause bin, völlig erschöpft und niedergeschlagen. Auch das Gespräch mit meinem Mann bringt nicht viel Trost.
Zum Glück sind die Kinder bereits im Bett und sehen meine Tränen der Überforderung nicht.
Auch die Mini hatte nach den Erzählungen des Gatten einen schwierigen Nachmittag, nachdem er sie aus dem Kindergarten abgeholt hatte. Ach Mensch...


Freitag, Tag 54:

Ich habe sehr schlecht geschlafen. Noch immer fühle ich mich niedergeschlagen. Doch ich versuche mir nichts anmerken zu lassen: alles wie immer in den letzten Wochen: Mann im HomeOffice, beide Kinder wecken und frühstücken.
Nach dem Frühstück braucht die Große Hilfe bei ihren Geo-Aufgaben. Die Technik streikt. Tja, und bei mir laufen die Tränen. Nun kann ich sie nicht mehr aufhalten. Der Mister spendet Trost, hilft mir bei der Technik. Ich rufe meine Freundin an und wir reden. Eine Stunde. Das Gespräch tut gut und es geht mir besser.
Als die Große mit ihren Aufgaben soweit fertig ist, ist auch schon Mittagszeit. Heute machen wir Burger selbst. Sehr lecker.
Den Nachmittag verbringen wir überwiegend im Garten, der Mister macht früh Feierabend. Gegen Abend rede ich lange mit meiner Nachbarin, auch ihr geht es im Moment nicht so gut. Jeder hat verschiedene "Baustellen", die scheinbar durch diese Corona-Zeit noch verstärkt werden.



Samstag, Tag 55:

Wochenende und suuuuper Wetter! Ach wie schön. Wir schlafen aus, frühstücken gemütlich und planen das Wochenende. Heute geht es mir viel besser.
Die Kinder und ich probieren alle Kinderschuhe durch, wow, da muss tatsächlich so einiges neu gekauft werden. Wir stöbern gemeinsam im Internet, wollen aber tatsächlich in der kommenden Woche erstmal in den Laden vor Ort. Das erste Mal gemeinsam in ein Geschäft, das wird spannend.
Am Nachmittag fahre ich zu meiner Freundin. Natürlich sitzen wir draussen auf der Terrasse mit Abstand :-) Es gibt leckeren Kuchen und Kaffee.
Dann muss ich mich aber schon wieder beeilen, schneller Einkauf im Dicounter und dann zu unserer Corona-Nachbarsfamilie zum Grillen.
Wir essen richtig richtig lecker, ich trinke mit meiner Nachbarsfreundin leckeren Sekt und wir erzählen sehr sehr lange. Die Kinder dürfen bis spät spielen. Hach, fühlt sich nach Sommer an.

Sonntag, Tag 56:

Wieder ausschlafen. Schön, dass beide Mädchen auch gern sehr lange schlafen. Nach dem gemeinsamen Frühstück nutze ich die Zeit, um mittels einer App eine Sporteinheit durchzuführen. Das tut wahnsinnig gut. Ich nehme mir nun vor, mich mehr um mich zu kümmern und eben eine halbe Stunde am Tag wieder Sport zu machen. Das kam in den letzten Wochen einfach zu kurz.
Die Kinder spielen fröhlich draussen mit den Nachbarskindern (unsere Corona-Nachbarn, dabei bleibt es auch).
Ich setze mich mit dem Mister einfach später dazu, und wir tun nichts. Einfach mal im gelassen sein üben, obwohl der Haushalt laut schreit.
Meine Nachbarsfreundin lädt uns am frühen Nachmittag zu frisch gebackenem Rhabarberkuchen ein. Mmmmh.....wie lecker.
Nun stelle ich schnell einen kleinen Strauß aus dem Garten zusammen und gehe mit diesem und einem kleinen Geschenk zu meiner anderen Nachbarin in den Garten. Sie hat heute Geburtstag und ein paar wenige Familienmitglieder sind gekommen. Auf ein Glas Sekt oder Rotwein bleibe ich auf Abstand auch dort. Es ist schön-schwierig. Schön, weil wir uns mal wiedersehen....schwierig, weil alles nur auf Distanz geht und teilweise mit Mundschutz.
Am Abend bin ich wieder zu Hause. Die Kinder gehen in die Wanne/ Dusche. Ich lege der Großen die nächsten Aufgaben für den Montag hin, dann ist für die Mädchen Bettzeit. Beide sind sehr müde. Der Mister auch :-)
Also habe ich noch ein wenig Fernsehzeit allein, hab ich auch keine Lust zu, also folge ich dem Rest der Familie ins Bett. Aber vorher trage ich den schlafenden MiniStern noch aus unserem Bett in ihr Hochbett. Mal sehen, was sie am nächsten Tag dazu sagen wird.
Bis weit nach Mitternacht kann ich dann noch lesen und meine Merkliste vom Möbelschweden füllen.



Donnerstag, 7. Mai 2020

Ein Regenbogen für das Kinderzimmer

Überall sieht man sie derzeit: Regenbögen



Sie gelten als Symbol der Hoffnung, für all diejenigen, die zu Hause bleiben. Vor einem Kindergarten in unserer Nähe haben die Elternvertreter einen riesigen Regenbogen auf ein großes Laken gemalt und vor der Eingangstür aufgehängt. Den mag ich besonders.
Mit meinen Mädchen habe ich gleich zu Beginn unserer "stay-at-home" Phase Regenbögen auf Papier gemalt. Und ich freue mich immer wieder Fenster zu entdecken, an denen Regenbögen in allen möglichen Formen zu finden sind.

Für ein Aprilgeburtstagskind haben wir uns an einen besonderen Bogen gemacht. Da dieser Regenbogen das Kinderzimmer eines kleinen Jungen zieren soll, haben die Große und ich verschiedene Blautöne aus meinem vorhandenem Wollsortiment ausgewählt.


Dann machte die Große mit ihrer Strickliesel aus jeder Farbe einen Wollstrang.


Die Länge der einzelnen Stränge haben wir nach Augenmass genommen, in dem wir immer ein Strang etwas kürzer strickten als die vorherige Farbe.

Um die Stränge zu stabilisieren, habe ich vorsichtig Basteldraht in die Stränge geschoben. Das war schon etwas kniffliger, um zu verhindern, dass der Draht irgendwo durchschimmerte.


Dann ging es ans Zusammenfügen: Ich formte mir die Stränge zu einem Bogen und begann mit passendem Garn Strang an Strang zu nähen (per Hand). Das war im Grunde die schwierigste Aufgabe.



Hierbei war mir wichtig, dass man zum einen das Garn nicht sieht, aber eben auch nicht den Draht. Und gleichmässig im Maschenbild sollte es auch sein.

Anschliessend habe ich mir eine kleine Wolkenschablone gemalt und vier weiße Wolken aus Filz zugeschnitten.


Die Wolken habe ich jeweils an einem Ende des Regenbogens beidseitig mit Heißkleber fixiert. Ursprünglich wollte ich sie annähen, aber das hielt nicht so gut.



Zum Aufhängen habe ein schlichtes Spitzenband angeknotet, man sollte es aber wohl besser mittig fixieren. Das habe ich bei diesem Bogen nicht gemacht.


Mittwoch, 6. Mai 2020

Tagebuchbloggen - Mai 2020 (Ausnahmezeit Tag 51)

Heute stellt Frau Brüllen (*Klick*) mal wieder die Frage: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?". Und ich antworte gern.


6.00 Uhr: Ich höre den Mister aufstehen....und drehe mich lieber nochmal um. Neben mir kuschelt sich der MiniStern an.

7.00 Uhr: Der Gatte ist schon eine halbe Stunde aus dem Haus. Ich habe in dieser Zeit noch ein wenig gedöst. Nun ist es aber an der Zeit aufzustehen.

8.00 Uhr: In der letzten Stunde habe ich Kaffee gekocht, die Küche aufgeräumt, den Frühstückstisch gedeckt und Zeitung gelesen (mit Kaffee). Nun ist es eigentlich an der Zeit die Mädchen zu wecken. Doch ich schaue erstmal auf die Tagesplanung vor allem hinsichtlich des Homeschoolings. Da die Große am Vortag sehr fleissig war, sind wir richtig gut im Plan und die erste Videokonferenz beginnt für sie erst um viertel vor zehn. Also gönne ich den Mädchen noch eine weitere halbe Stunde.



8.30 Uhr: Weckzeit für die Mädchen. Klappt ganz gut. So können wir nun gemeinsam frühstücken und den Tag besprechen.

9.00 Uhr. Die Mädels ziehen sich um und putzen Zähne, ich räume in der Küche. Gefühlt habe ich in den letzten Wochen kaum anderes getan....die Mini ruft, sie braucht Hilfe beim Anziehen. Dabei stelle ich fest, dass die Grosse trödelt und erinnere sie an die Videokonferenz....da möchte sie ja nicht mit zotteligen Haaren auftauchen.

10.00 Uhr: Die Mini spielt in ihrem Zimmer mit ihren Puppen, ich beginne mit der Wäsche (Waschmaschine Nummer zwei wird gleich fertig sein....). Die Große sitzt in der Englisch-Videokonferenz, die erst nach einigen Startschwierigkeiten beginnen konnte. Vor mir liegen nun vier Maschinen Wäsche der letzten zwei Tage. Puh....

11.00 Uhr: Ein Ende vom Wäscheberg scheint nicht in Sicht. Maschine Nummer drei läuft bereits und ich stelle noch einen weiteren Korb trockener Wäsche dazu. Die Mini spielt glücklicherweise noch immer vor sich hin. Die Große hat inzwischen zu Mathe gewechselt. Da braucht sie noch ein paar Erläuterungen, läuft aber eigentlich allein.



12.00 Uhr: Eigentlich wollte ich nun wieder in der Küche stehen, um das Mittagessen vorzubereiten. Aber als ich den Wäschestapel der Großen verräumen will, fällt mir fast alles aus dem Schrank entgegen. Teenie-Schrank eben. Gemeinsam räumen wir ihn auf und sortieren diverse zu klein geratene Sachen aus.

12.30 Uhr: Nun aber endlich Vorbereitungen zum Essen. Heute gibt es Ofengemüse, Dips und Ciabatta.

13.15 Uhr: Endlich kann gegessen werden, die Kinder sind halb verhungert. Die Armen... :-)



13.30 Uhr: Nachdem ich den Tisch mit Hilfe der Mädels abgeräumt habe, die Spülmaschine läuft und ich dem Postboten zwei Kartons Wein und Sekt abgenommen habe, verordne ich erstmal eine Stunde Mittagszeit. Die Mädchen spielen zusammen...


14.30 Uhr: Die Mittagsstunde habe ich genutzt um die nächsten Schulaufträge auszudrucken und zu ordnen. Da kommt diese Woche noch echt ein Schwung auf die Große zu. Nun fahre ich den Laptop wieder runter und läute den Nachmittagsstundenplan für die Große ein. Erstmal etwas Englisch, dann noch Mathe. Begeisterung sieht anders aus.

15.30 Uhr: Inzwischen sitze ich mit der Mini am Küchentisch. Sie möchte gern Spiele spielen. Aber gerne doch! Vorher durften die Mädchen noch ein Eis essen. Vielleicht hilft der Zucker auch bei der Konzentration der Großen.



16.30 Uhr: Ich bin tatsächlich irgendwie erschöpft, die Mini ist ganz maulig geworden. Zum Spazieren fehlt mir heute die Energie, also beschliesse ich, dass wir eine Kuschelrunde einlegen. Die Große arbeitet noch an ihren Schulaufgaben.

17.30 Uhr: Die Kuschelrunde erweist sich als fataler Fehler, denn seit einer halben Stunde schläft die Kleine. Uahhh! Das verspricht ein langer Abend zu werden. Die Große geht eine Minirunde raus.....

18.30 Uhr: Gott sei Dank konnte ich die Mini noch wecken. Der Mister kehrt auch gerade heim. Wir erzählen vom Tag, dann geht es für die Mini in die Badewanne und die Große duscht. Ich räume nebenbei das Mini-Zimmer auf und lüfte beide Kinderzimmer.

19.30 Uhr: Nach dem Baden gab es Abendbrot und auf Wunsch der Kinder holen wir nun noch ein Spiel raus. Heute gibt es Kniffel. Da kann die Mini wenigstens auch ein wenig mitmachen....den Würfelbecher findet sie großartig.


20.30 Uhr: Wir sind zumindest in den letzten Zügen des Spiels. Eigentlich ist schon längst Bettzeit...

21.30 Uhr: Beide Kinder sind im Bett. Die Große war auch wirklich sehr müde und ist sofort eingeschlafen. Die Mini brauchte noch eine extra-Kuschelrunde mit Mama. Nun liege ich mit einem Glas Rotwein im Bett und lese. Ach ist das gemütlich.....aber vermutlich werde ich auch bald schlafen, denn morgen muss ich mal wieder raus, raus zur Arbeit.....

Sonntag, 3. Mai 2020

Ausnahmezeit - Tag 43 bis 49

Fast 50 Tage Ausnahmezeit. Da sich im Grunde vieles wiederholt, werde ich künftig nur noch einmal wöchentlich über unseren Ausnahmezustand schreiben, ggf. mit Unterbrechungen zum Tagebuchbloggen am 5. und am 12. des Monats.
So nun also die vergangene Woche.

Montag

Neue Woche, neuer Homeschooling Plan. Diesen hatte ich schon grob am Sonntagabend gestrickt. Das Pensum nimmt zu, Konferenzen und Abgabetermine. Ggf. eine neue Plattform ab der darauffolgenden Woche. Und es trudeln am Vormittag noch weitere mails mit Aufgaben ein. Heute kümmert sich das Sternchen erstmal um Deutsch, Mathe und Musik. Nur zwischendurch braucht sie Hilfe. Der Mister macht HomeOffice. Die Kleine spielt, so habe ich Zeit für ausgiebigen Hausputz. Meine erstellte ToDo Liste für jeden Tag hilft mir dabei sehr.
Einziges Manko des Tages: Unser Kaffeevollautomat ist kaputt. Also heute keinen Kaffee.
Zum Mittag gibt es gefüllte Paprika. Oberköstlich. Auch die Kinder sind begeistert.
Am frühen Abend mache ich meine Einkaufsrunde und probiere dabei direkt das erste Mal eine Mund-Nasen-Bedeckung aus. Sehr gewöhnungsbedürftig.


Dienstag

Heute ist der Mister im Büro und ich bin mit den Kindern allein. Für die Schule stehen heute Englisch- und Sportkonferenzen auf dem Plan sowie Deutsch- und Matheaufgaben.
Die Kleine malt derweil Bilder für die Familie, die wir in den kommenden Tagen verschicken wollen. Ich schreibe Briefe.
Am Mittag backen wir kleine Minipizzen selbst.
Später probieren wir Kinderzumba mit einem Video aus dem Internet, doch Yoga gefällt der Mini und mir besser.
Am Nachmittag schläft die Mini ein, daher wird es ein längerer Abend mit ihr.



Mittwoch

An diesem Tag bringe ich die Mini das erste Mal seit Wochen in ihren Kindergarten zur Notbetreuung. Darauf hat sie sich sehr gefreut. Ich finde es tatsächlich merkwürdig, denn ich darf noch nicht einmal selbst den Kindergarten betreten. Die "Übergabe" findet vor der Tür statt, aber die Mini macht das ganz toll.
So kann ich arbeiten gehen, der Mister ist nach wie vor im HomeOffice daheim, die Große macht diverse Aufgaben für die Schule. Darunter wieder Konferenzen. Darum kümmert sich heute aber der Gatte.
So arbeite ich in meiner Filiale, auch den ganzen Vormittag mit Mund-Nasen-Abdeckung....klappt besser als erwartet.
Am Mittag mache ich Feierabend und hole die Kleine wieder aus dem Kindergarten ab. Mit strahlendem Gesicht umarmt sie mich. Doch zu Hause merke ich, wie sehr es sie auch gefordert hat: sie lässt mich fast gar nicht los und fordert sehr intensive Kuschelzeiten ein. So haben die Große und der Mister die Gelegenheit viel Zeit zusammen zu verbringen.
Als später am Abend die Mini im Bett ist, nähe ich noch diverse Masken....


Donnerstag

Auch an diesem Tag bringe ich die Mini wieder am Morgen in den Kindergarten. Heute ist die erste Euphorie schon verflogen, aber sie mag trotzdem gehen. Gut so. So kann ich direkt wieder zur Arbeit fahren. Dort passiert eigentlich nichts aufregendes, viele Gespräche mit der Kollegin, bestellte Pasta oder Pizza zum Mittag, viel Büroarbeit.
Die Mini wird heute vom HomeOffice-arbeitenden Gatten abgeholt nachdem er mit der Großen Mittag gegessen hat (Pfannkuchen). Zum Glück konnte er sich das Auto der Nachbarn leihen, denn es schüttete gerade heftig und gewitterte....
Die Große hat noch einiges für die Schule gemacht und freut sich über ein paar Schulfreie Tage. Dennoch sind im Laufe des Tages wieder diverse mails reingekommen, die bereits Aufgaben für die kommende Woche enthalten.
Am Abend mache ich Feierabend und fahre zu meinen Lieben.
Daheim lasse ich mir vom Tag berichten und rufe dann noch ein Geburtstagskind an. Außerdem verfasse ich noch meinen Blogpost zum Monatsende.


Freitag

Feiertag. Ausschlafen für alle. Ich kann sogar etwas in meinem aktuellen Buch lesen.
Den Vormittag verbringen wir vor allem mit Aufräumen. Irgendwie ist doch deutlich mehr zu tun, weil wir eben alle fast ständig zu Hause sind.
Zur Mittagszeit stehe ich wieder in der Küche: heute gibt es Hühnerfrikassee auf Wunsch der Mini.
Da das Wetter sehr wechselhaft ist nutzen die Mädchen und der Mister eine Regenpause, um spazieren zu gehen. Ich ruhe tatsächlich mal aus.

Nach der Rückkehr spiele ich mit dem Sternchen ein paar Runden Azul.

Später am Nachmittag schaue ich dem Gatten bei der Rasenpflege vom Wohnzimmerfenster aus zu, die Große dreht noch eine Runde. Als es anfängt zu tröpfeln kommen Mini und Mister rein....dann stürmt, schüttet und hagelt es....die Große kehrt pitschnass zurück und springt erstmal unter die heiße Dusche.
Die Mini geht in die Badewanne. Damit läuten wir auch gleich das Abendprogramm ein: Schnittchen, Fernsehen, kuscheln...


Samstag

Wir schlafen wieder so richtig aus. Es ist tatsächlich bereits nach 10 Uhr als wir gemeinsam am Frühstückstisch sitzen.
Nach dem Frühstück mache ich mich gleich daran den Wunschkuchen des Wochenendes zu backen: vegane Donauwellen. Die hatte ich zu meinem Geburtstag im April gebacken und kamen besonders beim Sternchen gut an.
Die Mädchen spielen derweil stundenlang lieb miteinander. Das Mittagessen lassen wir ausfallen, weil wir so spät gefrühstückt haben.
Am Nachmittag gibt es unseren leckeren Kuchen zusammen mit unserer Corona-Familie. Wir verbringen einen lustigen Nachmittag, die Kinder genießen ihre gemeinsame Spielzeit.
Am Abend muss ich mich dann doch noch einmal auf den Weg in den Supermarkt machen. Das hatte ich den ganzen Tag vor mich hergeschoben....doch jetzt am Abend ist es schön leer im Markt.
Während ich unterwegs bin, bestellt die Familie bei unserem örtlichen Griechen ein leckeres Menü für uns. Es wird geliefert als ich gerade alle Einkäufe im Haus verräumt habe.
Der Mister und ich gönnen uns sogar einen Rotwein. 


Sonntag

Heute bin ich wieder die Erste, die aufsteht gegen 8 Uhr. Ich koche Kaffee und mache es mir mit meinem Buch auf dem Sofa gemütlich. Die restliche Familie kommt viel später erst aus den Betten. Wir frühstücken zusammen, dann gehen die Mädchen spielen. Ich lese mein Buch aus. Doch heute ist die Stimmung zwischen den Kindern etwas angespannt, es wird gemeckert, gestritten und geweint. Daher versuchen wir die Mädchen erstmal getrennt voneinander in ihren Zimmern aufräumen zu lassen. Das klappt ganz gut....aber sobald sie wieder zusammen sind, kippt die Stimmung schnell wieder. So ist unsere heutige Aufräumaktion ziemlich anstrengend. Auch die Idee, dass die Mädchen gemeinsam unser LegoDuplo für den Verkauf im Internet sortieren, klappt nur semi-gut. Am Ende sortiert der Mister allein und ich beschäftige abwechselnd die Kinder.
Als sie sich allein beschäftigen, kann ich noch ein paar Mundbedeckungen nähen. Derweil wird schon unsere riesige Lego Sammlung von einem Käufer abgeholt. Das ging schnell.
Am Nachmittag fahren wir zur Oma. Wir haben mit ihr ausgemacht, nur im Garten zu sitzen mit Abstand. Sie hat sogar zwei Gartentische aufgestellt: einen für uns und einen für sie und ihren Lebensgefährten. So können wir gemeinsam Kaffee, Kakao und Kuchen genießen und alle freuen sich, dass wir uns mal wieder sehen. Es ist zwar etwas anstrengend, sich über die gesamte Terrasse hinweg zu "unterhalten", aber es tut gut, echten Kontakt zu haben. Auch die Mini hält sich an die Abstandsregeln.
Nach eineinhalb Stunden fahren wir wieder heim. Die Mini und ich kuscheln uns zusammen, der Mister macht noch einen großen Spaziergang mit dem Sternchen.
Als sie zurückkommen gibt es Abendbrot und das Abendprogramm startet.


Morgen startet eine neue Woche und es wird weitere Lockerungen geben: Die Friseure dürfen wieder öffnen sowie alle Geschäfte in Schleswig-Holstein ungeachtet der Größe. Außerdem dürfen die Spielplätze unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen wieder öffnen. In unserem Städtchen werden es von 23 Plätzen 8 sein. Auf die Umsetzung der Maßnahmen bin ich sehr gespannt.
Außerdem werden an dem Gymnasium der Großen an zwei Tagen in der Woche die 6. Klässler wieder Präsenzunterricht haben. Da das Sternchen eine 5. Klasse besucht, steht für uns weiterhin Homeschooling auf dem Programm.