Donnerstag, 10. März 2016

Kugelzeit (4) - der 9. Monat

Ja, der 9. Monat ist vollbracht, jetzt ist es nun wirklich nicht mehr lang, bis wir zu viert sind. Eigentlich kann es jederzeit soweit sein.

Und wie waren die vergangenen Wochen? Durchwachsen würde ich sagen. Begonnen hat der 9. Monat quasi mit Urlaub....herrlich, ich hatte mir so einiges vorgenommen für diese Zeit, denn mir war ja klar, dass es zum Ende hin immer beschwerlicher werden würde. Aber auch hier wurde mir schnell ein Strich durch die Rechnung gemacht. Anstatt mich dem Nestbautrieb hinzugeben, musste ich vermehrt Zeit bei Ärzten verbringen, denn das Sternchen hatte sich im Sportunterricht den Mittelfinger der rechten Hand gebrochen. Während ihrer Unbeweglichkeits-Phase bekam sie auch noch Scharlach und anschliessend eine gemeine Grippe. Außerdem laborierte Mr. Stern immer noch an seinem Rückenleiden. Zu allem Überfluss bekam ich sehr starke Ischias-Beschwerden, die mir manchmal echt den Atem nahmen. Aber das war im Vergleich zum Sternchen echt ein kurzes Drama. Viel blöder war, das mit den vielen vielen Arztterminen (meine Vorsorgetermine eingeschlossen) kaum noch Zeit für anderes blieb. Und wenn, dann war ich einfach nur erschöpft. Aber es führte dazu, dass ich zumindest nachts einigermassen schlafen konnte.
Dennoch habe ich mich sehr auf die CTG Termine gefreut, endlich die Herztöne des Mini-Sterns längere Zeit hören. Und sie wurde auch wieder bewegungsfreudiger, was oftmals zur Belustigung des Sternchens beitrug. Außerdem hatte sich der Mini-Stern entschlossen sich doch noch einmal in Schädellage zu drehen, was natürlich wieder mit vielen Gedanken zur Geburt einherging. Leider war der Termin in der Entbindungsklinik hier nicht so aufschlussreich, wie ich es mir erhofft hatte, denn ich wollte mich, nach vorangegangener Sectio, genauer informieren. Dazu musste ich nun einen neuen Termin mit dem Oberarzt vereinbaren, der dann Anfang des 10. Monats stattfinden wird.
Körperlich fühlte ich mich zum Ende des 9. Monats deutlich erschöpfter, der Beckenboden war schon merklich belastet, da Senkwehen schon für eine tiefere Lage gesorgt hatten.
Dennoch haben wir zumindest noch einige Vorbereitungen abschliessen können, wenn auch nicht in gewünschter Form. Aber der Wickelplatz ist vorbereitet, der Stubenwagen steht, die meiste Wäsche ist gewaschen. Es ist alles vorhanden. Nur das Kinderzimmer ist nicht richtig fertig. Aber das ist auch erstmal unwichtig.



Beim Sternchen war es im 9. Monat so, dass das Kinderzimmer angeliefert und aufgebaut wurde. Das war damals für mich schon ein entscheidender Faktor, dass zumindest die Möbel vor Ort waren. Da es aber immer noch viel Trauer und starke Emotionen innerhalb der Familie gab, war mir das ganze drumherum einfach nicht wichtig. Meine Hebamme bestärkte mich damals auch darin, das Neugeborenen nicht wichtig ist, dass das Kinderzimmer schon perfekt ausgestattet ist mit allem möglichen Deko-Klimbim. So war zwar alles da, aber doch minimalistisch. Auch das Thema Geburt ängstigte mich nicht. Natürlich machte ich mir auch Gedanken darüber, wie sich Wehen anfühlen und ob ich große Schmerzen haben würde. Aber richtige Angst hatte ich nicht. Oder nicht mehr. Da die letzten Termine des Geburtsvorbereitungskurses in diese Zeit fielen, wusste ich von anderen werdenden Mamis, dass sie sich schon massiv Gedanken zu dem Thema Geburt machten. Auch waren deren Vorbereitungen auf ihre Kinder viel intensiver, alles was noch angeschafft werden musste/ sollte. Viel viel Klimbim, den ich erst im Laufe der Zeit NACH der Geburt anschaffte. Nicht weil ich mich nicht auf unsere Tochter gefreut habe, ganz im Gegenteil, sondern weil ich schlichtweg andere Prioritäten hatte. Ich genoss Momente für mich allein genauso war ich auch gern mit meiner Familie zusammen. Beschwerden hatte ich keine, mir ging es gut. Natürlich merkte ich auch zum Ende des 9. Monats, das alles sehr anstrengend wurde, aber ich hatte genug Zeit für mich zum Ausruhen.

Nun bin ich gespannt, wann der Mini-Stern sich zu uns auf den Weg machen wird.....die letzten Wochen sind da. Und doch ist es wieder aufregend und spannend.

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